Tassili II – Felszeichnungen aus der Wüste
Februar 27, 2009
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| „Tassili II“ 100 x 33 cm, Seide |
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Die Motive der Felszeichnungen, die man in der Sahara gefunden hat, sind vielschichtig und wunderschön. Ich bin fasziniert von diesen Motiven – deswegen ist auch dieses zweite Seidenbild darüber entstanden.
Wie bereits im vorherigen Artikel über Tassili I lassen sich die Felsmalereien und Gravuren, die man auf dem Plateau der Tassili N’Ajjer in der Sahara gefunden hat, in mehrere Perioden einteilen.
Dabei hat mich die sog. „Hausrind-Periode“ besonders inspiriert, also die Zeit der Hirten in der 2. Hälfte des 2. Jahrtausends v. Chr., die als Blütezeit gilt. In dieser Periode wurde mehr domestiziertes Vieh als wilde Tiere dargestellt und die Szenen beschäftigen sich eher mit dem Rinderhüten als mit der Wildtierjagd, also Tätigkeiten, die man auch heute noch in afrikanischen Ländern vorfindet. In diese Periode fällt die Blütezeit der Malereien.
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Dabei habe ich mich in diesem Seidenbild auch an die veränderte Darstellungsweise gehalten. In der Hausrind-Periode wurden die Darstellungen nämlich etwas sketchartiger, weniger detailgetreu und realistisch dargestellt als in früheren Perioden, was allerdings den Malereien keinerlei Abbruch tat, sie nicht weniger beeindruckend und schön machte.
In diesem Seidenbild wurde auch mehr Wert auf die Farbkomposition selbst gelegt, die besonders an die rote Erde Afrikas erinnern sollte.
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Aus den Detailbildern kann man erkennen, um was es in diesen Szenen geht. Da gibt es Hirten, die die Herde beschützen wollen. Verwundete, die bei diesem Unterfangen verletzt wurden und nun von den anderen Hütern betreut werden. Und dann gibt es da noch die Darstellung von gefleckten Katzen, die in die Flucht geschlagen werden (s unteres Bild).
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Anders als bei den vorhergehenden Bildern wurde hier nicht mit Collagen gearbeitet, sondern die Motive wurden mit Gutta aufgemalt, um dann ähnlich der Batikmethode in verschiednen Arbeitsschritten herausgearbeitet zu werden. Anschließend wurde auch hier die Seide abgesteppt, um zusätzlich für Relief und Schattenwurf zu sorgen.
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Tassili I – Felszeichnungen aus der Wüste
Februar 17, 2009
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| „Tassili I“ 100 x 33 cm, Seide |
Felszeichnungen, die man in der Sahara und an anderen Orten in der Wüste gefunden hat, sind von einer modernen Eleganz geprägt, die ich ganz erstaunlich finde. Dies soll beleibe nicht überheblich klingen, sondern meine Verwunderung zum Ausdruck bringen, wie etwas, das so alt ist, so zeitlos schön sein kann.
Diese Felsmalereien haben natürlich viele Maler inspiriert – die Motive sind also nicht neu. Aber wie es Motive gibt, die vielfach wieder aufgenommen werden, so haben auch mich diese Malereien sehr inspiriert und ich habe versucht, sie in einem besonderen Kontext darzustellen, nämlich als eine Art Collage/Malerei auf Seide. Ich hoffe sehr, daß ich damit der Schönheit dieser Motive einigermaßen gerecht wurde.
Nun ein bißchen Hintergrund zum Namen Tassili:
Die Tassili N’Ajjer liegt in Algerien und beschreibt ein Gebiet im mittleren Teil der Sahara, nämlich ein Plateau wie auch eine Sanddünenebene im südöstlichen Teil der algerischen Sahara. Die Größe der Tassili umfaßt zweimal die Größe der Schweiz und ist eine der größten Nationalparks der Welt.
In der Sprache der Tuareg bedeutet Tassili N’ajjer soviel wie „ein mit tiefen Erdspalten durchzogenes Plateau“.
Der Park wurde 1972 gegründet und seine Hauptaufgabe ist es, die archäologischen Relikte aus dem Neolithikum und die Felszeichnungen, die bis auf 8000 Jahre vor Christus zurückgehen, zu schützen.
Die Felsmalereien und Gravuren der Tassili wurden in mehrere chronologische Perioden eingeteilt – nachzulesen u.a. hier.
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Die obige Detailaufnahme zeigt einen Teil der Tierdarstellungen, wie man sie an vielen Orten in der Tassili finden kann, wobei die Originale relativ einfach zu entschlüsseln sind.
Schwieriger wird es bei den menschlichen Darstellungen, die doch etwas abenteuerlichen Interpretationen unterliegen bis hin zu der angeblichen Darstellung von Außerirdischen. So in der Interpretation von Erich von Dänicken (mehr zu diversen Interpretationen in einem Artikel von Philip Coppens – The Tassili n’Ajjer: birthplace of ancient Egypt?)
Ich frage mich, warum den Menschen von damals eigentlich jegliche Phantasie abgesprochen wird? Wieso sollten die Künstler von vor 5000 und mehr Jahren, nachdem sie in der Lage waren, sehr naturgetreue Darstellungen von ihren Tieren anzufertigen, nicht auch ein bißchen Phantasie haben und Darstellungen nach ihrem Gusto erstellen, die ein bißchen verrückt wirken. Hätten die damals gesehen, wie der moderne Mensch sich kleidet und was er so von sich gibt, hätten die bestimmt auch an ihrem Verstand gezweifelt.
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Ich habe versucht, die Lebendigkeit der Originalzeichnungen und Malereien nachzuempfinden und nachzustellen.
Ganz automatisch macht man ein Zeitreise und fühlt sich in die Welt der Jäger und Hirten versetzt. Ein ganz anderes Leben als das unsere heutzutage. Es ging um das reine Überleben. Da war nicht viel Zeit für Muße, denn das Essen mußte erst mal gejagt werden. Grundbedürfnisse waren nicht so ohne weiteres zu befriedigen.
Heute findet dieser Kampf wohl eher am Arbeitsplatz statt, wenn man sich gegen das Mobben der Kollegen und einen blöden Chef behaupten muß. Der Arbeitsplatz wird da zur Jagdbeute, die man heftig verteidigen muß, sonst ist die Grundbefriedigung bald im Eimer. Also doch nicht so sehr viel anders als vor 8000 Jahren?
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Die obere Detailaufnahme gehört eigentlich nicht mehr in die Tassili, sondern eher zu den Felsgravuren, die man im marokkanischen Teil der Sahara findet. Aber als Künstler muß man das wohl nicht so genau nehmen. Mir hat ganz besonders die Eleganz dieser Felsgravur gefallen.
Die untere Detailaufnahme zeigt das nachempfundene Bild von einer Felsgravur, die unter dem Namen der „weinenden Kuh“ bekannt wurde. Ein unglaublich lebendig wirkendes Bild, das sicherlich seinen Eindruck auf die Entdecker hinterließ.
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Modernes Design und Kunst (12)
Januar 29, 2009
Wo man die Seidenbilder über die minoische Kulture besonders gut einsetzen könnte, wären Räume in alten Gemäuern, Räume, die selbst eine Geschichte zu erzählen haben. Aber natürlich nicht nur.
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Ursprüngliche Bildquelle von http://www-forum-dueren.de
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Auch in modern eingerichteten Räumen lassen sich die Seidenbilder gut einsetzen. Ihre dezenten Farben ließen sich besonders gut mit hellen Möbeln kombinieren.
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Die ursprüngliche Bildquelle stammt aus dem französischen Katalog der Schütz Flechtwerke von 1999
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Minoans II – Minoische Kultur und ihre Symbole auf Seide
Januar 24, 2009
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| „Minoans II“ 100 x 33 cm, Seide |
Das zweite Seidenbild über die Symbole der Minoischen Kultur zeigt Motive aus dem Alltagsleben wie auch den religiösen Überzeugungen.
Die Hauptfigur ist ein Fischermann. Dies ist ein Motiv, das die Bedeutung der Meeres für die Minoer versinnbildlichte so wie alles, was für die Minoer wichtig war, in ihrer Kunst wieder auftauchte. Das Originalfresko stammt aus dem 16. Jh v.Chr. und wurde in einem Haus auf der Insel Santorini gefunden, das von einem Vulkanausbruch zerstört wurde.
Was wirklich auffällig ist, ist die Tatsache, daß die Minoer im Gegensatz zu anderen Völkern, keine Gewalt und Kriege in ihrer Kunst verherrlichten, sondern eine sensible Kunst schufen, die auf den Dingen beruhte, die in ihrem Leben eine wichtige Rolle gespielt haben: Themen, die das Meer betrafen, menschliche Schönheit und die Schönheit der Welt um sie herum.
Die Kunst der Minoer ist voller Lebensfreude und ihre Welt ist bevölkert mit Delphinen, Fischen, Affen, Lilien, Kraken, Vögeln und Schwalben.
Sie „glorifizierten“ alltägliche Männer und Frauen in ihren Porträts, nicht die Großkopferten oder ausschließlich höher gestellte Personen.
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Wir wissen wenig über die minoische Religion, außer daß sie eine wichtige Rolle im Leben der Minoer gespielt hat. Es gab hauptsächlich nur niedere männliche Gottheiten. Höher gestellt waren die weiblichen Gottheiten. Es ist unklar, ob es mehrere Göttinnen gab oder ob eine einzige verschiedene Aspekte repräsentierte.
Es konnten verschiedene Persönlichkeiten identifiziert werden, wobei eine die Herrin der Tiere genannt wurde, ein Schlangengöttin, die üblicherweise Schlangen um ihre Arme gewunden hatte (s. Foto rechts), eine Herdgöttin und einige andere. Wissenschaftler glauben, daß diese Gottheiten schließlich als Hera, Artemis und andere weibliche Gottheiten im griechischen Pantheon ihren Einzug gehalten haben.
Man fand Figürchen aus Ton, Stein oder Edelmetallen, die mit der menschlichen Fruchtbarkeit in Verbindung gebracht wurden: liebende Paare, schwangere Frauen und Frauen, die ihre Babies stillten.
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Mit die schönsten Fresken wurden in der Karawanserei gefunden, ein zweistöckiges Gästehaus mit richtigen Appartments und Badezimmern wie kleine Schimmbäder mit heißem und kaltem Wasser.
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Die Gesellschaft der Minoer waren im Großen und Ganzen gleichberechtigt. Es fehlen jegliche Hinweise, daß manche Persönlichkeiten von besonders großer Bedeutung waren so wie man es in anderen Kulturen der Bronzezeit feststellen kann. Der Reichtum der Minoer war einigermaßen verteilt, d.h. blieb nicht nur einigen Wenigen vorbehalten. Männer wie Frauen pflegten sich gerne, benutzten Kosmetika und trugen Schmuck und ausgefeilte Kleidung.
Der unten abgebildete, wunderschöne Anhänger wurde in Chrysolakos auf Malia gefunden und stammt ca. aus dem 18./17. Jh v.Chr.
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Passend zur Geschichte der Minoer wurde diese Bildcollage auf Seide gemalt und anschließend mit Seide gesteppt, um ein bißchen die Risse und Brüche in den Mauerfresken und den Töpferarbeiten nachzustellen. Außerdem wurde zusätzlich mit Goldpigmenten in der Seidenfarbe gearbeitet, um dem Bild eine gewisse Kostbarkeit zu verleihen.
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Minoans I – Minoische Kultur und ihre Symbole auf Seide
Januar 10, 2009
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| „Minoans I“ 100 x 23 cm, Seide sold |
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Die Motive der minoischen Kultur sind in der Zwischenzeit fast zum Haushaltsinventar geworden. Man findet sie als Abziehbilder auf Tassen und sonstigen Küchenutensilien, auf Blumenübertöpfen, Kissen oder als Wandbild in Luxuswohnungen. Sie sind populär.
Das letztere war allerdings für mich nicht der Grund, diese Motive aufzunehmen und sie in eigenen Bildern zu verarbeiten. Der Grund war für mich eher der, daß in einer Serie über magische Symbole, also der kulturellen Wiege der Menschheit, die der minoischen Kultur ganz sicher nicht fehlen durften, waren die Minoer doch diejenigen, die die Grundsteine für die europäische Kultur überhaupt gelegt haben.
Ich möchte auch keine Abhandlung über die minoische Kultur schreiben, denn dazu gibt es genügend Bücher und Informationen aus dem Internet, die jeder nachlesen kann, wenn er möchte. Ich habe nur ein paar dieser Symbole herausgegriffen, die ganz besonders mit der minoischen Kultur identifiziert werden – so unter anderem natürlich der Stierkult, der mit dem Theseusmythos in Verbindung steht.
Die Hauptfigur auf diesem Gemälde stellt den Lilienprinz dar, vermutlich ein Priesterkönig, der eine Krone aus Lilien trägt und Pfauenfedern. Alexander L. Czoppelt hat über diese Figur einen Roman verfasst „Der Lilienprinz: Die Geheimnisse von Knossos“. Auszüge daraus kann man hier nachlesen. Es scheint ein ganz amüsante Geschichte zu sein, was ich aus der Vorschau ersehen konnte.
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Der Stierkopf, der in diesemSeidengemälde abgebildet ist (s.unten), ist ein weiteres wichtiges Symbol der minoischen Kultur. Im Zentrum der minoischen Kultur stand der Palast von Knossos. Der Sage nach lebte auf Kreta der Minotaurus, ein Wesen – halb Stier, halb Mensch in einem Labyrinth. Jährlich mussten ihm Menschenopfer dargebracht werden. Die Rettung kam durch Theseus, der mit Hilfe der minoischen Prinzessin Ariadne den Minotaurus tötete.
Nach dem von Homer etwa 700 Jahre nach der Zerstörung von Knossos überlieferten Mythos herrschte im 16. Jahrhundert v. Chr. der erstgeborene Sohn des Zeus und der Europa, der sagenhafte König Minos über Knossos. Minos soll Gemahl der Pasiphae und Vater der Ariadne und des Androgeos sein. Der griechische Gott Poseidon schenkte dem Minos einen herrlichen, weißen Stier, den er Zeus opfern sollte. Da Minos der Stier so gut gefiel, dass er einen anderen Stier opferte, um ihn zu schonen und zu seiner Herde treiben ließ, zürnte ihm Zeus und strafte ihn dadurch, dass seine Gemahlin Pasiphaë diesen Stier begehrte und sich eigens dazu vom königlichen Baumeister und Ahnherrn aller Künstler Daidalos eine hohle, hölzerne Kuh, die mit Kuhhaut überzogen war, anfertigen ließ. (weiter bei Wikipedia).
Der Stier war für die Minoer ein heiliges Tier, belegt durch die zahlreichen Abbildungen und Figuren, die bei Ausgrabungen gefunden wurden.
Eine weitere Sage der griechischen Mythologie steht damit in Zusammenhang: Europa, die Tochter von Agenor von Tyros, wurde von Zeus in Gestalt eines Stieres verführt. Einer ihrer Söhne war besagter Minos, der dann zum König von Kreta wurde.
Um 1650 v.Chr. zerstörte ein Erdbeben den Palast von Knossos. Er wurde zwar neu errichtet, doch innerhalb von 200 Jahren abermals zerstört. Die Ursache war auch hier ein Erdbeben bzw. ein Tsunami. Danach erreichte die minoische Kultur nie wieder ihre ursprüngliche Bedeutung. Kreta wurde von den Mykenern besiedelt und damit assimilierte sich seine Kultur mit der der Mykener.
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Obiges Bild ist ein weiteres typisches Symbol der minoischen Kultur, das einen der vielen Naturaltäre oder Schreine auf einem Siegel darstellt.
Die Priesterinnen waren allesamt weiblich, die Religion wurde vom Matriarchat gesteuert. Dies gilt im übrigen für viele antike Religionen. Und es wird wohl seinen Grund gehabt haben, nämlich den der Erhaltung und Erneuerung, anstatt der Zerstörung und Eroberung, wie es in allen Patriarchaten passiert.
Viele Naturschreine wurden in Höhlen entdeckt, manche auf Hügeln. Manche Baumschreine umschlossen Pflanzensetzlinge und junge Bäume wie in einem Kindergarten. Schreine wurde auch in Privathäusern und Gräbern entdeckt. Die Artefakte lassen darauf schließen, daß religöse Praktiken von Tanz, Prozessionen, Opferungen und Opfergaben begleitet wurden.
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Ein weiteres Symbol der minoischen Kultur ist der aufwendige und filigrane Goldschmuck, den man gefunden hat.
Der Anhänger, der hier dargestellt ist, stammt aus dem Aigina Schatz, der in die spätere minoische Periode datiert wurde. Eine männliche Figur, die inmitten von Lotusblumen steht und mit je einer Hand eine Gans hält, identifiziert ihn als Göttergestalt, als „Herrn der Tiere“, was soviel bedeutet wie die Macht über die Tiere und die Natur zu haben. Üblicherweise wurde hier eher eine weibliche Gestalt dargestellt. Es scheint also, daß hier bereits eine Beeinflussung durch Ägypten stattgefunden hat.
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Altes und modernes Design und Kunst (11)
Januar 2, 2009
Nachdem ich nun meinen Frust über den Mangel an Kommentaren geäußert und herausgespuckt habe, wende ich mich lieber wieder den angenehmeren Dingen zu und stelle hier wieder ein paar Ideen vor. Dieses Mal sind Szenerien aus einem meiner Lieblingsbücher Moroccan Interiors mit Seidenbildern aus der Reihe Magic Symbols ausgeschmückt.
Marokko und die gesamte Region des Maghreb hat viel zu bieten in Bezug auf Design, Kunsthandwerk und Kultur. In Marokko ist geradezu ein Boom enstanden, was die Restaurierung von alten Stadtvillen anbetrifft. Da der einheimischen Bevölkerung in den meisten Fällen das Geld für die Instandhaltung alter Gemäuer fehlt, kommt es fast schon zu einem Ausverkauf an alten Schätzen an wohlhabende ausländische Geschäftsleute, was einerseits zu bedauern ist, auf der anderen Seite dazu beiträgt, daß wunderschöne alte Bausubstanz erhalten bleibt. Ein Dilemma also.
Was könnte wohl einen schöneren Hintergrund für Seidenbilder abgeben als das exquisite Interieur einer alten, marokkanischen Villa, die mit viel Liebe ausgestattet wurde. Und welche Motive könnten wohl besser passen als die tausende von Jahren alten, wunderbar modern anmutenden Höhlenmalereien der Sahara?
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Die ursprünglichen Bildquellen stammen aus „Moroccan Interiors“, Taschen Verlag 1995
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Bactria – ein Seidenbild über eine untergegangene Kultur
Dezember 16, 2008
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| „Bactria“ 100 x 33 cm, Seide |
Bactria ist ein Seidenbild über eine uralte Kultur, die nicht nur untergegangen ist, sondern auch aus einer Region stammt, die seit Jahrezehnten unter kriegerischen Auseinandersetzungen zu leiden hat. Eine Region, die unglaublich schön, aber voller Leid ist: Afghanistan.
In Wikipedia kann man nachlesen, daß „Baktrien …der Name einer historischen Landschaft um die Hauptstadt Baktra (das heutige Balkh im persischen Khorasan im Mittelalter und im heutigen Afghanistan)“ ist.
„Das Gebiet, aus dem eventuell der Religionsgründer Zarathustra stammt, gehört heute großteils zum Norden Afghanistans und zum südlichen Turkestan. Die Bewohner Baktriens waren die Baktrer sowie einige Skythen.“
Und damit sind wir schon beim eigentlichen Thema, dem Goldschatz der Skythen. Ganz besonders faszinierend an diesem Schatz sind die überaus filigran und kunstvoll gearbeiteten Ornamente und Symbole. Dies zeugt von einer Handfertigkeit, die ihresgleichen sucht.
Über das „Gold von Baktrien“ kann man bei Wikipedia hier nachlesen, was es mit der Entdeckung des Archäologen Viktor Sarianidi auf sich hat, ist hier näher beschrieben..
Anders als in der heutigen Kultur des Islam waren Darstellungen von Gottheiten, Mensch und Tier nicht verboten. Die Zeit war eher geprägt von einem Nebeneinander von griechischen, iranischen (wie z.B. Zoroastrismus) und buddhistischen Glaubensgemeinschaften, wobei eine der bedeutendsten Kushanenherrscher selbst ein Anhänger des Buddhismus war (man denke an die Buddhastatuen von Bamiyan, die 2001 von den Taliban zerstört wurden). Dies läßt auch darauf schließen, daß diese Zeit eher von Toleranz und gewissen Freiheiten geprägt war.
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Und damit sind wir bei der zweiten Bedeutung dieses Seidenbildes – der Umstände, die im heutigen Afghanistan vorherrschen, die der Gewalt, der Diktatur durch den Islam und der totalen Vernichtung der Freiheit.
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Symbolisch in diesem Bild sind die geschlossenen Türen, vor denen diese tief verschleierten Frauen stehen. Ohne Gesicht, ohne wirkliche Identität, sind sie alle vom öffentlichen Leben ausgeschlossen, Gefangene einer Kultur, die von Männern beherrscht wird ohne Aussicht, aus ihrem Gefängnis jemals ausbrechen zu können, weil der Geist bereits total vergiftet ist.
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Es macht einen traurig, wenn man sieht, wie einst blühende Hochkulturen und seine Menschen mit ihre großartigen Fähigkeiten zu Staub zerfallen und fragwürdigen Ideologien geopfert werden. Einmal mehr, wo die Politik grundlegend versagt hat.
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Modernes Design und Kunst (9)
Dezember 11, 2008
Zu meinem eigenen großen Erstaunen habe ich bei meinen Spielereien mit Photoshop und den verschiedensten Designs entdeckt, daß sich meine Seidenbilder sehr schön in Umgebungen einfügen, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Dies möchte ich Euch nun nicht vorenthalten.
Das erste Bild ist ein kühl gestaltetes, modernes Esszimmer, in dem opulente Rahmen einfach keinen Platz finden würden. Daher wurde das Seidenbild Celts ohne Schnörkel an die Wand montiert. Praktisch ist hier wirklich, daß all meine Bilder „gallery wrapped“ sind, d.h. sie sind auf Keilrahmen montiert und die Motife laufen auf den Seiten weiter.
ursprüngliche Bildquelle von http://www.homesolute.com
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Das krasse Gegenteil zu obigem bild ist das zweite, das in eine Villa plaziert wurde und Celts wurde hier mit einem „alten“ Silberrahmen versehen, der ganz hervorragend das Seidenbild in dieser anspruchvollen Umgebung in Szene setzt.
ursprüngliche Bildquelle von http://www.homesolute.com
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Mit ähnlichen Bildern könnte hier eine kleine private Galerie entstehen, plaziert in eine moderne Umgebung ohne Schnickschnack.
ursprüngliche Bildquelle von http://www.homesolute.com
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Ganz anders sieht es wieder hier aus – in einer marokkanischen Villa – ein Seidengemälde in einen opulenten alten Goldrahmen montiert, der zur aufwendigen Inneineinrichtung paßt und selbst von der Thematik her das Gesamtbild ergänzen würde.
Eine Spielerei – zugegeben – aber doch eine Idee.
ursprüngliche Bildquelle aus „Moroccan Interiors, Taschen Verlag 1995
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