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„Lascaux“
100 x 33 cm, Seide

Das vorerst letzte Gemälde aus der Serie der Magischen Symbole ist Lascaux, benannt nach der Entdeckung der Höhlenmalereien nahe dem französischen Städtchen Lascaux am 12. September 1940.

Es passierte folgendes:

vier Teenager,  Marcel Ravidat, Jacques Marsal, Georges Agnel and Simon Coencas, waren am 12. September 1940 auf Entdeckungstour, wie es halt Jugendliche so machen. Sie entdeckten eine große Höhle und damit die Malereien, die, wie sich später herausstellte, mehr als 17000 Jahre alt waren. (Details zu dieser Geschichte sind nachzulesen auf der offiziellen Website des Kultur und Kommunikationsministeriums in Frankreich)

Die Höhlen wurden für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht, mußten 1963 aber wieder geschlossen werden, da man feststellte, daß sich eine zerstörerische Konzentration von Kohlendioxid in den Höhlen durch die Ausatemluft der Besucher bildete und drauf und dran war, die kostbaren Wandmalereien zu zerstören.

Ein Klimaanlge wurde installiert, um Luftfeuchtigkeit etc. zu kontrollieren, aber die Höhlen blieben für das allgemeine Publikum geschlossen. Dafür wurde für viel Geld 1983 eine detailgetreue Nachbildung geschaffen, um der Öffentlichkeit doch noch einen Zugang zu diesem Erbe der Menschheit zu verschaffen.

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Die Höhlenmalereien von Lascaux stammen aus dem Magdalénien, dem letzten Abschnitt der jüngeren Alt- steinzeit, in dem die letzte Eiszeit langsam zu Ende ging. In diese Zeit – etwa 18000-10000 v.Chr. – fällt auch der Gebrauch von Mikrolithen als Kleinst- werkzeuge. Damit sind vielleicht auch die überaus detailliert ausgestalteten Malereien zu erklären, für die es einer großen Kunstfertigkeit bedurfte. Wer mit winzigen Werkzeugen umgehen kann, wird auch in der Lage sein, kunstvolle Malereien zustandezubringen.

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Die frühesten und primitivsten Bilder in der Menschheitsgeschichte waren Fingerzeich- nungen, die mit weichem Ton ausgeführt wurden. Danach kamen Gravuren, die meist mit scharfen Feuerstein- klingen ausgeführt wurden. Die Malerei kam erst später. Die ersten Farben waren Rot (Eisenoxid) und Schwarz (Mangandioxid, manchmal auch Holzkohle). Das Weiß wurde mit Kaolin erreicht, andere Farben, die den Menschen des Magdalénien zur Verfügung standen, waren Braun und Gelb.

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Die Künstler des Magdalénien waren äußerst einfallsreich. In Lascaux wurden Stößel und Mörser gefunden, in denen die Farben aus nicht weniger als 158 verschiedenen Mineralpigmenten gemischt wurden.

Offensichtlich gab es genügend Pigmente – es wurden große Klumpen davon entdeckt. Es wurden die Schalen von Seepocken oder aber auch menschliche Schädel als Behälter benutzt. Wasser aus der Höhle und Kalk wurden zum Mixen benutzt, tierische und pflanzliche Fette als Bindemittel. Die Künstler hatten primitive Malkreide and sie benutzten Pinselwerkzeuge für die Farbe, obwohl davon nichts übriggeblieben ist. Hauptlinien wurden mit Punkten vorgezeichnet, die dann miteinander verbunden wurden. Manchmal wurde die Farbe sogar aufgesprüht. Man benutzte Schablonen. Blasröhrchen aus Vogelknochen dienten dazu, Farbe aufzubringen.

Es ist interessant zu erfahren, daß die Künstler des Magdalénien ihre Arbeiten im Freien ausführten, daher haben nur die Gravuren überlebt. Einige Arbeiten waren ephemer oder einfach Übungsstücke. Die sogenannten Fine Art Gravuren und Malerien waren jedoch für die Ewigkeit gedacht, als „Lernmaterial“ für kommende Generationen und wurden daher in Höhlen ausgeführt. Die Höhlen wurden zum Schutz benutzt, um dafür zu sorgen, daß die Kunst, die man darin produzierte, überlebte. Das führt zu der Schlußfolgerung, daß die besten Kunstwerke von professionellen Künstlern ausgeführt wurden. Und daraus könnte man schließen, daß der erste Beruf eines Menschen der Vorgeschichte der des Künstlers war! (grob übersetzt und zusammengefaßt von Artchive).

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All diese Höhlenmalereien zeugen von einer künstlerischen Qualität und Fähigkeit zur Abstraktion sowie einer realistischen Darstellungsart, die überrascht. Glaubte man doch, daß die Menschen aus dieser Erdepoche äußerst primitiv und simplistisch waren. Wieder mal ein Beispiel für die Arroganz unserer modernen Welt.

Mich haben die schlichte Eleganz, die Farben und die Formendetails dieser Zeichnungen und Malereien immer fasziniert. So versuchte ich, mich in meiner Phantasie in diese Zeit zurückzuversetzen und meine eigenen „Höhlenmalereien“ zu produzieren, allerdings auf Seide, nicht auf Fels. Meine sind jedoch nur eine sehr bescheidene „Reproduktion“ dieser außergewöhnlichen Kunstwerke…

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„Tassili II“
100 x 33 cm, Seide

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Die Motive der Felszeichnungen, die man in der Sahara gefunden hat, sind vielschichtig und wunderschön. Ich bin fasziniert von diesen Motiven – deswegen ist auch dieses zweite Seidenbild darüber entstanden.

Wie bereits im vorherigen Artikel über Tassili I lassen sich die Felsmalereien und Gravuren, die man auf dem Plateau der Tassili N’Ajjer in der Sahara gefunden hat, in mehrere Perioden einteilen. 

Dabei hat mich die sog. „Hausrind-Periode“ besonders inspiriert, also die Zeit der Hirten in der 2. Hälfte des 2. Jahrtausends v. Chr., die als Blütezeit gilt. In dieser Periode wurde mehr domestiziertes Vieh als wilde Tiere dargestellt und die Szenen beschäftigen sich eher mit dem Rinderhüten als mit der Wildtierjagd, also Tätigkeiten, die man auch heute noch in afrikanischen Ländern vorfindet. In diese Periode fällt die Blütezeit der Malereien.

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Dabei habe ich mich in diesem Seidenbild auch an die veränderte Darstellungsweise gehalten. In der Hausrind-Periode wurden die Darstellungen nämlich etwas sketchartiger, weniger detailgetreu und realistisch dargestellt als in früheren Perioden, was allerdings den Malereien keinerlei Abbruch tat, sie nicht weniger beeindruckend und schön machte.

In diesem Seidenbild wurde auch mehr Wert auf die Farbkomposition selbst gelegt, die besonders an die rote Erde Afrikas erinnern sollte.

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Aus den Detailbildern kann man erkennen, um was es in diesen Szenen geht. Da gibt es Hirten, die die Herde beschützen wollen. Verwundete, die bei diesem Unterfangen verletzt wurden und nun von den anderen Hütern betreut werden. Und dann gibt es da noch die Darstellung von gefleckten Katzen, die in die Flucht geschlagen werden (s unteres Bild).

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Anders als bei den vorhergehenden Bildern wurde hier nicht mit Collagen gearbeitet, sondern die Motive wurden mit Gutta aufgemalt, um dann ähnlich der Batikmethode in verschiednen Arbeitsschritten herausgearbeitet zu werden. Anschließend wurde auch hier die Seide abgesteppt, um zusätzlich für Relief und Schattenwurf zu sorgen.

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„Tassili I“
100 x 33 cm, Seide

Felszeichnungen, die man in der Sahara und an anderen Orten in der Wüste gefunden hat, sind von einer modernen Eleganz geprägt, die ich ganz erstaunlich finde. Dies soll beleibe nicht überheblich klingen, sondern meine Verwunderung zum Ausdruck bringen, wie etwas, das so alt ist, so zeitlos schön sein kann.

Diese Felsmalereien haben natürlich viele Maler inspiriert – die Motive sind also nicht neu. Aber wie es Motive gibt, die vielfach wieder aufgenommen werden, so haben auch mich diese Malereien sehr inspiriert und ich habe versucht, sie in einem besonderen Kontext darzustellen, nämlich als eine Art Collage/Malerei auf Seide. Ich hoffe sehr, daß ich damit der Schönheit dieser Motive einigermaßen gerecht wurde.

Nun ein bißchen Hintergrund zum Namen Tassili:

Die Tassili N’Ajjer liegt in Algerien und beschreibt ein Gebiet im mittleren Teil der Sahara, nämlich ein Plateau wie auch eine Sanddünenebene im südöstlichen Teil der algerischen Sahara. Die Größe der Tassili umfaßt zweimal die Größe der Schweiz und ist eine der größten Nationalparks der Welt.
In der Sprache der Tuareg bedeutet Tassili N’ajjer soviel wie „ein mit tiefen Erdspalten durchzogenes Plateau“.

Der Park wurde 1972 gegründet und seine Hauptaufgabe ist es, die archäologischen Relikte aus dem Neolithikum und die Felszeichnungen, die bis auf 8000 Jahre vor Christus zurückgehen, zu schützen.

Die Felsmalereien und Gravuren der Tassili wurden in mehrere chronologische Perioden eingeteilt – nachzulesen u.a. hier.

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Die obige Detailaufnahme zeigt einen Teil der Tierdarstellungen, wie man sie an vielen Orten in der Tassili finden kann, wobei die Originale relativ einfach zu entschlüsseln sind.

Schwieriger wird es bei den menschlichen Darstellungen, die doch etwas abenteuerlichen Interpretationen unterliegen bis hin zu der angeblichen Darstellung von Außerirdischen. So in der Interpretation von Erich von Dänicken (mehr zu diversen Interpretationen in einem Artikel von Philip CoppensThe Tassili n’Ajjer: birthplace of ancient Egypt?)

Ich frage mich, warum den Menschen von damals eigentlich jegliche Phantasie abgesprochen wird? Wieso sollten die Künstler von vor 5000 und mehr Jahren, nachdem sie in der Lage waren, sehr naturgetreue Darstellungen von ihren Tieren anzufertigen, nicht auch ein bißchen Phantasie haben und Darstellungen nach ihrem Gusto erstellen, die ein bißchen verrückt wirken. Hätten die damals gesehen, wie der moderne Mensch sich kleidet und was er so von sich gibt, hätten die bestimmt auch an ihrem Verstand gezweifelt.

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Ich habe versucht, die Lebendigkeit der Originalzeichnungen und Malereien nachzuempfinden und nachzustellen.

Ganz automatisch macht man ein Zeitreise und fühlt sich in die Welt der Jäger und Hirten versetzt. Ein ganz anderes Leben als das unsere heutzutage. Es ging um das reine Überleben. Da war nicht viel Zeit für Muße, denn das Essen mußte erst mal gejagt werden. Grundbedürfnisse waren nicht so ohne weiteres zu befriedigen.

Heute findet dieser Kampf wohl eher am Arbeitsplatz statt, wenn man sich gegen das Mobben der Kollegen und einen blöden Chef behaupten muß. Der Arbeitsplatz wird da zur Jagdbeute, die man heftig verteidigen muß, sonst ist die Grundbefriedigung bald im Eimer. Also doch nicht so sehr viel anders als vor 8000 Jahren?

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Die obere Detailaufnahme gehört eigentlich nicht mehr in die Tassili, sondern eher zu den Felsgravuren, die man im marokkanischen Teil der Sahara findet. Aber als Künstler muß man das wohl nicht so genau nehmen. Mir hat ganz besonders die Eleganz dieser Felsgravur gefallen.

Die untere Detailaufnahme zeigt das nachempfundene Bild von einer Felsgravur, die unter dem Namen der „weinenden Kuh“ bekannt wurde. Ein unglaublich lebendig wirkendes Bild, das sicherlich seinen Eindruck auf die Entdecker hinterließ.

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„Qumran“
100 x 33 cm, Seide

Qumran – ein geheimnisvoller Name, verbunden mit uralten Schriften. Die Geschichte, die damit verbunden ist:

„1947 entdeckte ein Beduine in einer Höhle nahe beim Toten Meer uralte Schrift- rollen aus der Antike: die weltberühmten Qumran- rollen. Dieser archäologische Jahrtausendfund ermöglichte es uns jetzt, den sogenannten Bibelcode zu widerlegen, da sich unter den Qumrantexten die ältesten Bibelhandschriften der Welt befinden. So wurde u.a. eine komplette Abschrift des Jesajabuches auf Hebräisch aus dem 2. Jahr- hundert v. Chr. entdeckt. Dieser Text ist um über 1.000 Jahre älter als die bis dahin ältesten bekannten hebrä- ischen Bibelhandschriften, die erst aus dem Mittelalter stammten. Ein Traum für die Bibelforschung ging in Erfüllung. Nun konnte man an einem der umfangreichsten Bücher des Alten Testaments den Text Buchstabe für Buch- stabe genau untersuchen.“

„Bis 1956 wurden zehn weitere Höhlen mit den Überresten von nahezu 900 Schriftrollen entdeckt. Aber leider waren die Rollen, im Gegensatz zum ersten Fund, in zigtausende Bruchstücke zerfallen. Die Wissenschaftler eines eigens gebildeten internationalen Teams mußten über 80.000 Rollenschnipsel zusammenfügen und die Texte rekonstruieren. Sie konnten Abschriften fast aller alttestamentlichen Bücher nachweisen. Eine Handschrift stellte sich als sensationell heraus: Unter den Fragmenten entzifferte man die Reste einer Abschrift des Samuel-Buches aus dem 3. Jahrhundert v. Chr. Sie entpuppte sich als Vorlage der griechischen Übersetzung des Alten Testaments, der sog. Septuaginta. Als in der Antike, immer weniger Juden Hebräisch sprachen sondern nur noch Griechisch, wurde diese erste Bibelübersetzung der Welt nötig. Sie entstand seit der Mitte des 3. Jahrhunderts v. Chr. in Ägypten und wurde später auch die Bibel ersten Christenheit.“  (aus Die Schriftrollen von Qumran)

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Ich denke die Themen rund um die Entstehung des Christentums und der Bibel haben bis heute nichts an Faszination verloren. Man denke da nur an die vielen Hollywoodfilme in letzter Zeit, die diese Themen begierig aufgenommen haben (Das Sakrileg, Der Bibelcode).

Mystisches und Geheimnisse, die die Archäologie bis heute nicht durch Fakten aufklären und belegen konnte, werden immer Anlaß zu Spekulationen geben, leider aber auch Wasser auf die Mühlen jedweder Fanatisten und Fundamentalisten schütten.

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Dies treibt gewaltige Blüten, was von wenigen dazu verwendet wird, ihre eigenen Machtgelüste zu untermauern und Menschen für ihre Zwecke zu manipulieren. Dabei wird das Mittel der Angst eingesetzt, das schon seit Urzeiten das Werkzeug schlechthin ist, Menschen gefügig zu machen. Das funktioniert leider bis heute und wird von Politik und Kirche gleichermaßen eingesetzt. Da es immer genügend Mitläufer gibt, die es vorziehen, daß für sie gedacht wird anstatt selbst zu denken, wird diese Masche leider bis in alle Ewigkeit funktionieren.

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Natürlich sind mystische Themen auch für Künstler interessant. Die Vermischung von Wahrheit, Fakten und Interpretationen sind schon immer ein fruchtbarer Boden für Inspiration gewesen. So ist auch dieses Seidenbild entstanden. Der Magie der Mystik konnte auch ich mich nicht entziehen.

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„Minoans I“
100 x 23 cm, Seide
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Die Motive der minoischen Kultur sind in der Zwischenzeit fast zum Haushaltsinventar geworden. Man findet sie als Abziehbilder auf Tassen und sonstigen Küchenutensilien, auf Blumenübertöpfen, Kissen oder als Wandbild in Luxuswohnungen. Sie sind populär.

Das letztere war allerdings für mich nicht der Grund, diese Motive aufzunehmen und sie in eigenen Bildern zu verarbeiten. Der Grund war für mich eher der, daß in einer Serie über magische Symbole, also der kulturellen Wiege der Menschheit, die der minoischen Kultur ganz sicher nicht fehlen durften, waren die Minoer doch diejenigen, die die Grundsteine für die europäische Kultur überhaupt gelegt haben.

Ich möchte auch keine Abhandlung über die minoische Kultur schreiben, denn dazu gibt es genügend Bücher und Informationen aus dem Internet, die jeder nachlesen kann, wenn er möchte. Ich habe nur ein paar dieser Symbole herausgegriffen, die ganz besonders mit der minoischen Kultur identifiziert werden – so unter anderem natürlich der Stierkult, der mit dem Theseusmythos in Verbindung steht.

Die Hauptfigur auf diesem Gemälde stellt den Lilienprinz dar, vermutlich ein Priesterkönig, der eine Krone aus Lilien trägt und Pfauenfedern. Alexander L. Czoppelt hat über diese Figur einen Roman verfasst „Der Lilienprinz: Die Geheimnisse von Knossos“. Auszüge daraus kann man hier nachlesen. Es scheint ein ganz amüsante Geschichte zu sein, was ich aus der Vorschau ersehen konnte.

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Der Stierkopf, der in diesemSeidengemälde abgebildet ist (s.unten), ist ein weiteres wichtiges Symbol der minoischen Kultur. Im Zentrum der minoischen Kultur stand der Palast von Knossos. Der Sage nach lebte auf Kreta der Minotaurus, ein Wesen – halb Stier, halb Mensch in einem Labyrinth. Jährlich mussten ihm Menschenopfer dargebracht werden. Die Rettung kam durch Theseus, der mit Hilfe der minoischen Prinzessin Ariadne den Minotaurus tötete.

Nach dem von Homer etwa 700 Jahre nach der Zerstörung von Knossos überlieferten Mythos herrschte im 16. Jahrhundert v. Chr. der erstgeborene Sohn des Zeus und der Europa, der sagenhafte König Minos über Knossos. Minos soll Gemahl der Pasiphae und Vater der Ariadne und des Androgeos sein. Der griechische Gott Poseidon schenkte dem Minos einen herrlichen, weißen Stier, den er Zeus opfern sollte. Da Minos der Stier so gut gefiel, dass er einen anderen Stier opferte, um ihn zu schonen und zu seiner Herde treiben ließ, zürnte ihm Zeus und strafte ihn dadurch, dass seine Gemahlin Pasiphaë diesen Stier begehrte und sich eigens dazu vom königlichen Baumeister und Ahnherrn aller Künstler Daidalos eine hohle, hölzerne Kuh, die mit Kuhhaut überzogen war, anfertigen ließ. (weiter bei Wikipedia).

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Der Stier war für die Minoer ein heiliges Tier, belegt durch die zahlreichen Abbildungen und Figuren, die bei Ausgrabungen gefunden wurden.

Eine weitere Sage der griechischen Mythologie steht damit in Zusammenhang: Europa, die Tochter von Agenor von Tyros, wurde von Zeus in Gestalt eines Stieres verführt. Einer ihrer Söhne war besagter Minos, der dann zum König von Kreta wurde.

Um 1650 v.Chr. zerstörte ein Erdbeben den Palast von Knossos. Er wurde zwar neu errichtet, doch innerhalb von 200 Jahren abermals zerstört. Die Ursache war auch hier ein Erdbeben bzw. ein Tsunami. Danach erreichte die minoische Kultur nie wieder ihre ursprüngliche Bedeutung. Kreta wurde von den Mykenern besiedelt und damit assimilierte sich seine Kultur mit der der Mykener.

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Obiges Bild ist ein weiteres typisches Symbol der minoischen Kultur, das einen der vielen Naturaltäre oder Schreine auf einem Siegel darstellt.
Die Priesterinnen waren allesamt weiblich, die Religion wurde vom Matriarchat gesteuert. Dies gilt im übrigen für viele antike Religionen. Und es wird wohl seinen Grund gehabt haben, nämlich den der Erhaltung und Erneuerung, anstatt der Zerstörung und Eroberung, wie es in allen Patriarchaten passiert.

Viele Naturschreine wurden in Höhlen entdeckt, manche auf Hügeln. Manche Baumschreine umschlossen Pflanzensetzlinge und junge Bäume wie in einem Kindergarten. Schreine wurde auch in Privathäusern und Gräbern entdeckt. Die Artefakte lassen darauf schließen, daß religöse Praktiken von Tanz, Prozessionen, Opferungen und Opfergaben begleitet wurden.

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Ein weiteres Symbol der minoischen Kultur ist der aufwendige und filigrane Goldschmuck, den man gefunden hat.
Der Anhänger, der hier dargestellt ist, stammt aus dem Aigina Schatz, der in die spätere minoische Periode datiert wurde. Eine männliche Figur, die inmitten von Lotusblumen steht und mit je einer Hand eine Gans hält, identifiziert ihn als Göttergestalt, als „Herrn der Tiere“, was soviel bedeutet wie die Macht über die Tiere und die Natur zu haben. Üblicherweise wurde hier eher eine weibliche Gestalt dargestellt. Es scheint also, daß hier bereits eine Beeinflussung durch Ägypten stattgefunden hat.

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Nachdem ich nun meinen Frust über den Mangel an Kommentaren geäußert und herausgespuckt habe, wende ich mich lieber wieder den angenehmeren Dingen zu und stelle hier wieder ein paar Ideen vor. Dieses Mal sind Szenerien aus einem meiner Lieblingsbücher Moroccan Interiors mit Seidenbildern aus der Reihe Magic Symbols ausgeschmückt.

Marokko und die gesamte Region des Maghreb hat viel zu bieten in Bezug auf Design, Kunsthandwerk und Kultur. In Marokko ist geradezu ein Boom enstanden, was die Restaurierung von alten Stadtvillen anbetrifft. Da der einheimischen Bevölkerung in den meisten Fällen das Geld für die Instandhaltung alter Gemäuer fehlt, kommt es fast schon zu einem Ausverkauf an alten Schätzen an wohlhabende ausländische Geschäftsleute, was einerseits zu bedauern ist, auf der anderen Seite dazu beiträgt, daß wunderschöne alte Bausubstanz erhalten bleibt. Ein Dilemma also.

Was könnte wohl einen schöneren Hintergrund für Seidenbilder abgeben als das exquisite Interieur einer alten, marokkanischen Villa, die mit viel Liebe ausgestattet wurde. Und welche Motive könnten wohl besser passen als die tausende von Jahren alten, wunderbar modern anmutenden Höhlenmalereien der Sahara?

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Die ursprünglichen Bildquellen stammen aus „Moroccan Interiors“, Taschen Verlag 1995

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„Mesopotamia“
100 x 33cm, Seide,
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Hier möchte ich eine Serie über alte Kulturen vorstellen, die mir ganz besonders am Herzen liegt. Alte Kulturen sind ungeheuer faszinierend, weil sie oftmals Geheimnisse beinhalten, die bis heute nicht entschlüsselt werden konnten. Das macht sie so interessant und spannend. Ich habe diese Serie Magic Symbols (magische Symbole) genannt, weil sie sich ganz besonders mit den Symbolen dieser alten Kulturen beschäftigt.

Dieses auf Seide gemalte Bild heißt Mesopotamia. Mesopotamien ist wahrscheinlich das Land mit den ältesten Symbolen des Lebensbaumes. Seit beinahe 5000 Jahren und nahezu in jeder Gesellschaft stand der Baum für das Leben schlechthin. Der Baum lieferte nicht nur das Baumaterial für Häuser und alle möglichen Behälter, sondern war für die Nahrungsmittel- versorgung nötig, für den Transport und vieles andere mehr. Alle großen Zivilisationen wie die der Sumerer, Assyrer, Ägypter und Chinesen, der Griechen und Römer wären ohne Wälder nicht entstanden.

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Das Symbol des Lebensbaums beinhaltet aber noch mehr. In der Mythologie einer jeden Kultur hatte der Lebensbaum immer seinen Platz. Er wurde und wird immer als Link zwischen Himmel und Erde verstanden und während seine Wurzeln tief in die Erde reichen und seine Äste in den Himmel ragen, werden beide Ebenen miteinander verbunden.

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In diesem Seidenbild vereinigen sich mehrere Techniken. Es ist eine Collage aus Malerei und Phototransfer, die auch noch nachbearbeitet wurden. Außerdem wurde dieses Bild zusätzlich mit der Nähmaschine bearbeitet, sodaß Reliefs und stärkere Konturen entstanden.

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Das letzte Rollbild aus der Serie der Achate ist “Sun”. Auch dieses Rollbild wurde aus Seide gefertigt.

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Abb.1

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Die Detailbilder zeigen die Perlstickerei, die auch hier wieder angewandt wurde, um die Kristalle, die man in einem Achat findet nachzuahmen.

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Abb.2

Achate gehören zu den Mineralien, die die meisten Unterschiede in den Erschei- nungsformen liefern. Daher sind sie auch eine unerschöpfliche Quelle für Inspirationen. Da sie auch in den verschiedensten Farbschattierungen existieren sind sie unendlich kombinierbar.

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Abb.3

In einem der nächsten Artikel wird dies sicherlich noch zur Sprache kommen, bzw. werden ein paar Beispiele gezeigt, wie man diese Bilder in ein Raumdesign integrieren könnte.

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Abb.4 Abb.5
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Abb.6

Diese Rollbilder passen auf jeden Fall zu verschiedenen Stilrichtungen. Ob klassich oder modern – sie sind mit fast jeder Art von Möbeln kombinierbar. Und dadurch, daß sie variabel aufgehängt werden können, sind sie fast überall als besondere Raumdekoration einsetzbar. Zum echten Hingucker werden sie erst im Detail, wo es vieles zu entdecken gibt. Die aufwendige Perlenstickerei trägt ein übriges dazu bei.
Wer abstrakte Landschaften liebt, wird hier ebenfalls auf seine Kosten kommen…
Die Bilder selbst sind in Anlehnung an echte Achate entstanden und somit keine reinen Fiktionen.

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Abb.7

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