Wo man die Seidenbilder über die minoische Kulture besonders gut einsetzen könnte, wären Räume in alten Gemäuern, Räume, die selbst eine Geschichte zu erzählen haben. Aber natürlich nicht nur.

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Ursprüngliche Bildquelle von http://www-forum-dueren.de

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Auch in modern eingerichteten Räumen lassen sich die Seidenbilder gut einsetzen. Ihre dezenten Farben ließen sich besonders gut mit hellen Möbeln kombinieren.

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Die ursprüngliche Bildquelle stammt aus dem französischen Katalog der Schütz Flechtwerke von 1999

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„Minoans I“
100 x 23 cm, Seide
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Die Motive der minoischen Kultur sind in der Zwischenzeit fast zum Haushaltsinventar geworden. Man findet sie als Abziehbilder auf Tassen und sonstigen Küchenutensilien, auf Blumenübertöpfen, Kissen oder als Wandbild in Luxuswohnungen. Sie sind populär.

Das letztere war allerdings für mich nicht der Grund, diese Motive aufzunehmen und sie in eigenen Bildern zu verarbeiten. Der Grund war für mich eher der, daß in einer Serie über magische Symbole, also der kulturellen Wiege der Menschheit, die der minoischen Kultur ganz sicher nicht fehlen durften, waren die Minoer doch diejenigen, die die Grundsteine für die europäische Kultur überhaupt gelegt haben.

Ich möchte auch keine Abhandlung über die minoische Kultur schreiben, denn dazu gibt es genügend Bücher und Informationen aus dem Internet, die jeder nachlesen kann, wenn er möchte. Ich habe nur ein paar dieser Symbole herausgegriffen, die ganz besonders mit der minoischen Kultur identifiziert werden – so unter anderem natürlich der Stierkult, der mit dem Theseusmythos in Verbindung steht.

Die Hauptfigur auf diesem Gemälde stellt den Lilienprinz dar, vermutlich ein Priesterkönig, der eine Krone aus Lilien trägt und Pfauenfedern. Alexander L. Czoppelt hat über diese Figur einen Roman verfasst „Der Lilienprinz: Die Geheimnisse von Knossos“. Auszüge daraus kann man hier nachlesen. Es scheint ein ganz amüsante Geschichte zu sein, was ich aus der Vorschau ersehen konnte.

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Der Stierkopf, der in diesemSeidengemälde abgebildet ist (s.unten), ist ein weiteres wichtiges Symbol der minoischen Kultur. Im Zentrum der minoischen Kultur stand der Palast von Knossos. Der Sage nach lebte auf Kreta der Minotaurus, ein Wesen – halb Stier, halb Mensch in einem Labyrinth. Jährlich mussten ihm Menschenopfer dargebracht werden. Die Rettung kam durch Theseus, der mit Hilfe der minoischen Prinzessin Ariadne den Minotaurus tötete.

Nach dem von Homer etwa 700 Jahre nach der Zerstörung von Knossos überlieferten Mythos herrschte im 16. Jahrhundert v. Chr. der erstgeborene Sohn des Zeus und der Europa, der sagenhafte König Minos über Knossos. Minos soll Gemahl der Pasiphae und Vater der Ariadne und des Androgeos sein. Der griechische Gott Poseidon schenkte dem Minos einen herrlichen, weißen Stier, den er Zeus opfern sollte. Da Minos der Stier so gut gefiel, dass er einen anderen Stier opferte, um ihn zu schonen und zu seiner Herde treiben ließ, zürnte ihm Zeus und strafte ihn dadurch, dass seine Gemahlin Pasiphaë diesen Stier begehrte und sich eigens dazu vom königlichen Baumeister und Ahnherrn aller Künstler Daidalos eine hohle, hölzerne Kuh, die mit Kuhhaut überzogen war, anfertigen ließ. (weiter bei Wikipedia).

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Der Stier war für die Minoer ein heiliges Tier, belegt durch die zahlreichen Abbildungen und Figuren, die bei Ausgrabungen gefunden wurden.

Eine weitere Sage der griechischen Mythologie steht damit in Zusammenhang: Europa, die Tochter von Agenor von Tyros, wurde von Zeus in Gestalt eines Stieres verführt. Einer ihrer Söhne war besagter Minos, der dann zum König von Kreta wurde.

Um 1650 v.Chr. zerstörte ein Erdbeben den Palast von Knossos. Er wurde zwar neu errichtet, doch innerhalb von 200 Jahren abermals zerstört. Die Ursache war auch hier ein Erdbeben bzw. ein Tsunami. Danach erreichte die minoische Kultur nie wieder ihre ursprüngliche Bedeutung. Kreta wurde von den Mykenern besiedelt und damit assimilierte sich seine Kultur mit der der Mykener.

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Obiges Bild ist ein weiteres typisches Symbol der minoischen Kultur, das einen der vielen Naturaltäre oder Schreine auf einem Siegel darstellt.
Die Priesterinnen waren allesamt weiblich, die Religion wurde vom Matriarchat gesteuert. Dies gilt im übrigen für viele antike Religionen. Und es wird wohl seinen Grund gehabt haben, nämlich den der Erhaltung und Erneuerung, anstatt der Zerstörung und Eroberung, wie es in allen Patriarchaten passiert.

Viele Naturschreine wurden in Höhlen entdeckt, manche auf Hügeln. Manche Baumschreine umschlossen Pflanzensetzlinge und junge Bäume wie in einem Kindergarten. Schreine wurde auch in Privathäusern und Gräbern entdeckt. Die Artefakte lassen darauf schließen, daß religöse Praktiken von Tanz, Prozessionen, Opferungen und Opfergaben begleitet wurden.

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Ein weiteres Symbol der minoischen Kultur ist der aufwendige und filigrane Goldschmuck, den man gefunden hat.
Der Anhänger, der hier dargestellt ist, stammt aus dem Aigina Schatz, der in die spätere minoische Periode datiert wurde. Eine männliche Figur, die inmitten von Lotusblumen steht und mit je einer Hand eine Gans hält, identifiziert ihn als Göttergestalt, als „Herrn der Tiere“, was soviel bedeutet wie die Macht über die Tiere und die Natur zu haben. Üblicherweise wurde hier eher eine weibliche Gestalt dargestellt. Es scheint also, daß hier bereits eine Beeinflussung durch Ägypten stattgefunden hat.

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