Bactria – ein Seidenbild über eine untergegangene Kultur
Dezember 16, 2008
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| „Bactria“ 100 x 33 cm, Seide |
Bactria ist ein Seidenbild über eine uralte Kultur, die nicht nur untergegangen ist, sondern auch aus einer Region stammt, die seit Jahrezehnten unter kriegerischen Auseinandersetzungen zu leiden hat. Eine Region, die unglaublich schön, aber voller Leid ist: Afghanistan.
In Wikipedia kann man nachlesen, daß „Baktrien …der Name einer historischen Landschaft um die Hauptstadt Baktra (das heutige Balkh im persischen Khorasan im Mittelalter und im heutigen Afghanistan)“ ist.
„Das Gebiet, aus dem eventuell der Religionsgründer Zarathustra stammt, gehört heute großteils zum Norden Afghanistans und zum südlichen Turkestan. Die Bewohner Baktriens waren die Baktrer sowie einige Skythen.“
Und damit sind wir schon beim eigentlichen Thema, dem Goldschatz der Skythen. Ganz besonders faszinierend an diesem Schatz sind die überaus filigran und kunstvoll gearbeiteten Ornamente und Symbole. Dies zeugt von einer Handfertigkeit, die ihresgleichen sucht.
Über das „Gold von Baktrien“ kann man bei Wikipedia hier nachlesen, was es mit der Entdeckung des Archäologen Viktor Sarianidi auf sich hat, ist hier näher beschrieben..
Anders als in der heutigen Kultur des Islam waren Darstellungen von Gottheiten, Mensch und Tier nicht verboten. Die Zeit war eher geprägt von einem Nebeneinander von griechischen, iranischen (wie z.B. Zoroastrismus) und buddhistischen Glaubensgemeinschaften, wobei eine der bedeutendsten Kushanenherrscher selbst ein Anhänger des Buddhismus war (man denke an die Buddhastatuen von Bamiyan, die 2001 von den Taliban zerstört wurden). Dies läßt auch darauf schließen, daß diese Zeit eher von Toleranz und gewissen Freiheiten geprägt war.
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Und damit sind wir bei der zweiten Bedeutung dieses Seidenbildes – der Umstände, die im heutigen Afghanistan vorherrschen, die der Gewalt, der Diktatur durch den Islam und der totalen Vernichtung der Freiheit.
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Symbolisch in diesem Bild sind die geschlossenen Türen, vor denen diese tief verschleierten Frauen stehen. Ohne Gesicht, ohne wirkliche Identität, sind sie alle vom öffentlichen Leben ausgeschlossen, Gefangene einer Kultur, die von Männern beherrscht wird ohne Aussicht, aus ihrem Gefängnis jemals ausbrechen zu können, weil der Geist bereits total vergiftet ist.
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Es macht einen traurig, wenn man sieht, wie einst blühende Hochkulturen und seine Menschen mit ihre großartigen Fähigkeiten zu Staub zerfallen und fragwürdigen Ideologien geopfert werden. Einmal mehr, wo die Politik grundlegend versagt hat.
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