Humpback – die Welt der Buckelwale auf Seide
März 21, 2009
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| „Humpback“ 100 x 33 cm, Seide |
Die Welt der Wale ist das Meer. Und einer der am meisten erforschte, aber längst nicht vollständig „entschlüsselte“, ist der Buckelwal. Ein Säugetier – kein Fisch, ein überaus intelligentes Lebewesen mit unglaublichen Fähigkeiten, einem sozialen Wesen und einer sehr ausgeklügelten Kommunikation. Und er kann singen, zumindest der männliche Buckelwal.
Ich werde hier keine Fakten aufzählen – das Internet ist voll von Informationen, wenn man mehr über diese wunderbaren Geschöpfe erfahren will. Ich kann nur sagen, daß ich, seit ich das erste Mal die Gesänge eines Buckelwals beim Tauchen unter Wasser gehört habe, von diesen Lebewesen fasziniert bin.
Man muß sich das mal vorstellen: diese intelligenten Geschöpfe werden seit Jahrhunderten immer noch gejagt, insbesondere von Ländern, die aufgrund ihres Reichtums keineswegs von dieser speziellen Jagd abhängig sind, Länder wie Norwegen, Island und Japan. Die Machenschaften der Walfanglobby sind unglaublich. Da werden kleine arme Länder bestochen, um die Abstimmungen in der Walfangkommission zu ihren Gunsten zu beeinflussen und vieles mehr. Es könnte einem kontinuierlich schlecht werden, wenn man über die Ignoranz und Profitgier gewisser Leute nachdenkt, die bereit sind alles und jeden zu opfern.
Trotzdem passiert immer wieder etwas Erstaunliches: obwohl die Wale so etwas wie ein kollektives Bewußtsein und Gedächtnis zu haben scheinen, sind sie äußerst sanftmütige Lebewesen, die dem Menschen offensichtlich seine Grausamkeiten immer wieder verzeihen. Wie sonst ließe sich erklären, daß v.a. Buckelwale immer wieder neugierig die Nähe des Menschen suchen, Kontakt aufnehmen und völlig friedlich ohne jegliche Aggression diese Begegnungen der dritten Art ablaufen lassen? Nahezu jedes andere wildlebende Tier meidet die Nähe des Menschen.
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Es gibt unzählige Geschichten rund um die Buckelwale und andere Wale, die beweisen, was für sensible und intelligente Tiere sie sind. Eine dieser Geschichten ist hier zu finden. Interessant sind auch die Erkenntnisse, die in diesem Artikel hier (ScienceDaily) geschildert werden. Da geht es – grob gesagt – um Gehirnzellen, die sowohl im Menschen als auch in den Gehirnen von Walen gefunden wurden, die eine Rolle bei kognitiven Fähigkeiten spielen. Am Ende wissen wir immer noch viel zu wenig über die wahren Fähigkeiten von bestimmten Tieren.
Daß dies in gewisser Weise von all denen, die auf der Esoterikwelle schwimmen, ausgenützt und für ihre Zwecke mißbraucht wird, ist natürlich nicht besonders zuträglich. Da hilft es schon eher, sich auf wissenschaftliche Fakten zu stützen, wenn man den Schutz dieser Lebewesen vorantreiben will. Schließlich schlachten wir auch nicht unsere Schwiegermutter, nur weil sie zuviel von unserem Kuchen ißt!
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Es wäre zu wünschen, daß weder die Buckelwale noch all die anderen Tiere zu einem Mythos werden, wie es mit so vielen anderen Lebewesen auf unserem Planeten noch geschieht. Auch wenn vieles aufgebauscht, verdreht und den jeweiligen Interessen angepaßt wird, steht doch für jeden einzelnen fest, daß tote und stille Meere etwas unendlich Schreckliches wären, bedrohlich in ihrer Stille.
Wir haben heute das Internet – niemand kann sich mehr herausreden, von nichts gewußt zu haben. Jeder Einzelne ist dafür verantwortlich, in seiner nächsten Umgebung dafür zu sorgen, daß die Dinge, die geändert werden müssen, auf den Tisch kommen. Ändern kann man vieles und man kann in der eigenen kleinen Welt sofort damit anfangen!
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Lascaux – Höhlenmalerei auf Seide
März 12, 2009
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| „Lascaux“ 100 x 33 cm, Seide |
Das vorerst letzte Gemälde aus der Serie der Magischen Symbole ist Lascaux, benannt nach der Entdeckung der Höhlenmalereien nahe dem französischen Städtchen Lascaux am 12. September 1940.
Es passierte folgendes:
vier Teenager, Marcel Ravidat, Jacques Marsal, Georges Agnel and Simon Coencas, waren am 12. September 1940 auf Entdeckungstour, wie es halt Jugendliche so machen. Sie entdeckten eine große Höhle und damit die Malereien, die, wie sich später herausstellte, mehr als 17000 Jahre alt waren. (Details zu dieser Geschichte sind nachzulesen auf der offiziellen Website des Kultur und Kommunikationsministeriums in Frankreich)
Die Höhlen wurden für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht, mußten 1963 aber wieder geschlossen werden, da man feststellte, daß sich eine zerstörerische Konzentration von Kohlendioxid in den Höhlen durch die Ausatemluft der Besucher bildete und drauf und dran war, die kostbaren Wandmalereien zu zerstören.
Ein Klimaanlge wurde installiert, um Luftfeuchtigkeit etc. zu kontrollieren, aber die Höhlen blieben für das allgemeine Publikum geschlossen. Dafür wurde für viel Geld 1983 eine detailgetreue Nachbildung geschaffen, um der Öffentlichkeit doch noch einen Zugang zu diesem Erbe der Menschheit zu verschaffen.
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Die Höhlenmalereien von Lascaux stammen aus dem Magdalénien, dem letzten Abschnitt der jüngeren Alt- steinzeit, in dem die letzte Eiszeit langsam zu Ende ging. In diese Zeit – etwa 18000-10000 v.Chr. – fällt auch der Gebrauch von Mikrolithen als Kleinst- werkzeuge. Damit sind vielleicht auch die überaus detailliert ausgestalteten Malereien zu erklären, für die es einer großen Kunstfertigkeit bedurfte. Wer mit winzigen Werkzeugen umgehen kann, wird auch in der Lage sein, kunstvolle Malereien zustandezubringen.
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Die frühesten und primitivsten Bilder in der Menschheitsgeschichte waren Fingerzeich- nungen, die mit weichem Ton ausgeführt wurden. Danach kamen Gravuren, die meist mit scharfen Feuerstein- klingen ausgeführt wurden. Die Malerei kam erst später. Die ersten Farben waren Rot (Eisenoxid) und Schwarz (Mangandioxid, manchmal auch Holzkohle). Das Weiß wurde mit Kaolin erreicht, andere Farben, die den Menschen des Magdalénien zur Verfügung standen, waren Braun und Gelb.
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Die Künstler des Magdalénien waren äußerst einfallsreich. In Lascaux wurden Stößel und Mörser gefunden, in denen die Farben aus nicht weniger als 158 verschiedenen Mineralpigmenten gemischt wurden.
Offensichtlich gab es genügend Pigmente – es wurden große Klumpen davon entdeckt. Es wurden die Schalen von Seepocken oder aber auch menschliche Schädel als Behälter benutzt. Wasser aus der Höhle und Kalk wurden zum Mixen benutzt, tierische und pflanzliche Fette als Bindemittel. Die Künstler hatten primitive Malkreide and sie benutzten Pinselwerkzeuge für die Farbe, obwohl davon nichts übriggeblieben ist. Hauptlinien wurden mit Punkten vorgezeichnet, die dann miteinander verbunden wurden. Manchmal wurde die Farbe sogar aufgesprüht. Man benutzte Schablonen. Blasröhrchen aus Vogelknochen dienten dazu, Farbe aufzubringen.
Es ist interessant zu erfahren, daß die Künstler des Magdalénien ihre Arbeiten im Freien ausführten, daher haben nur die Gravuren überlebt. Einige Arbeiten waren ephemer oder einfach Übungsstücke. Die sogenannten Fine Art Gravuren und Malerien waren jedoch für die Ewigkeit gedacht, als „Lernmaterial“ für kommende Generationen und wurden daher in Höhlen ausgeführt. Die Höhlen wurden zum Schutz benutzt, um dafür zu sorgen, daß die Kunst, die man darin produzierte, überlebte. Das führt zu der Schlußfolgerung, daß die besten Kunstwerke von professionellen Künstlern ausgeführt wurden. Und daraus könnte man schließen, daß der erste Beruf eines Menschen der Vorgeschichte der des Künstlers war! (grob übersetzt und zusammengefaßt von Artchive).
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All diese Höhlenmalereien zeugen von einer künstlerischen Qualität und Fähigkeit zur Abstraktion sowie einer realistischen Darstellungsart, die überrascht. Glaubte man doch, daß die Menschen aus dieser Erdepoche äußerst primitiv und simplistisch waren. Wieder mal ein Beispiel für die Arroganz unserer modernen Welt.
Mich haben die schlichte Eleganz, die Farben und die Formendetails dieser Zeichnungen und Malereien immer fasziniert. So versuchte ich, mich in meiner Phantasie in diese Zeit zurückzuversetzen und meine eigenen „Höhlenmalereien“ zu produzieren, allerdings auf Seide, nicht auf Fels. Meine sind jedoch nur eine sehr bescheidene „Reproduktion“ dieser außergewöhnlichen Kunstwerke…
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