Im letzten Artikel wurde die Symbolik des Pfaus bereits angesprochen. Nachzulesen ist das hier.

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Wie kein anderes Tier symbolisiert der Pfau Schönheit, Reichtum, Liebe, Leidenschaft aber auch Unsterblichkeit, Arroganz und Eitelkeit und nimmt seit jeher eine besondere Stellung im Tierreich ein. Um ihn ranken sich Mythen und Legenden verschiedener Kulturen und Epochen.

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In Indien ist er neben seiner Stellung als heiliges Tier gleichzeitig der Nationalvogel. Schließlich ist der indische Subkontinent die Heimat des Pfaus und war es 4000 Jahre lang. Er wird ganz besonders wegen seiner Gebietstreue und seiner Zähmbarkeit geschätzt. Außerdem frißt er junge Kobras und trägt somit zur Sicherheit der häuslichen Umgebung bei. Wie Gänse bewacht er sein Haus und stößt laute Warnrufe aus, wenn sich gefährliche Tiere dem Haus nähern. Angeblich soll er auch vor Unwettern warnen.

In Indien wird der Pfau übrigens nicht mit Prahlsucht und Angeberei in Verbindung gebracht wie in Europa.

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In den asiatischen Mythen kommt dem Pfau eine besondere Stellung zu. Er gilt oftmals als Gefährte der Götter und Könige, ist in die religiösen Vorstellungen verwoben und dem Tier selbst und seinen Federn werden hier magische Kräfte zugeschrieben.

In China beispielsweise ist der Pfau ein heiliges Tier, verkörpert das Rad des Lebens und steht für die Ming-Dynastie. Der Pfau ist der Göttin der Barmherzigkeit geweiht, Kwan-yin.

Die Chinesen glauben, dass der Blick eines Pfaues eine solche Kraft besitzt, dass er Frauen schwängern kann. Außerdem ist der Pfau in China das Symbol von solch großem Mitleid und Mitgefühl, dass man sich erzählt, er stirbt aus Kummer über den Tod seiner Gemahlin und so wird er auch zu einem Symbol für die ewige Liebe und Treue.

Mehr über Mythen und mytholigische Bedeutung kann man bei Tamara Aberle nachlesen: Der Pfau als Symbol in Asien

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Ganz besonders interessant fand ich noch den Hinweis, daß im Hinduismus der Pfau den Sieg über alles Giftige symbolisiert, denn so heißt es:
„Als einst das Universum gebildet wurde, das Gift aus dem Milchmeer gesaugt und in das amrita der Unsterblichkeit umgewandelt wurde, war es ein Pfau der die negativen Effekte absorbierte.“

Auch in der tibetischen Mythologie nimmt der Pfau alles Negative auf und wandelt es in etwas Positives um – so entstehen laut der Sage die Farben in seinem Federkleid.  Dies wird so gedeutet, dass jeder dazu fähig ist Schlechtes in Gutes umzuformen. (nach Tamara Aberle)

Diese Bedeutung entspricht so gar nicht den europäischen Vorstellungen, die man dem Pfau zuschreibt, was ich sehr schade finde. Aber dem Andersartigen, Auffälligen wurden in unseren Breiten ja schon immer das Negative, ja manchmal Teuflische angehängt.

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Auch in Thailand findet sich das Symbol des Pfaus wieder, nämlich als wichtiges Attribut für die Könige von Chiang Mai. In vielen Skulpturen und Schnitzereien taucht der Pfau auf.

Dieses Motiv findet man auch in der persischen Mythologie wieder, etwa im Pfauenthron des Schah. In Persien findet man das Symbol in verschiedenen Kunstwerken als zwei Pfauen, einer auf jeder Seite des Lebensbaums. Dies steht für die Dualität der Menschen.

In Myanmar gilt der Pfau ebenso als Symbol für Macht als auch für politische Legitimität. Er steht für die Sonne und ist das Emblem der Kon-baung Dynastie, des letzten burmesischen Kaiserreiches. Er wird in Myanmar als glücksbringender Vogel gesehen und seine Federn schmückten oft burmesische Häuser.

Für die Burmesen symbolisiert der Pfau neben der Sonnenzugehörigkeit auch ihren Stolz und Nationalismus. Die Pfauenflagge ist heute ein Symbol für Aung San Suu Kyi’s Partei und die Flagge symbolisiert in Myanmar allgemein den Kampf um Demokratie und Freiheit. Ursprünglich zeigte die Flagge zur Zeit der britischen Kolonialherrschaft noch einen tanzenden Pfau, seit 1988 ist dies ein kämpfender Pfau. (nach Tamara Aberle)

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Wie beliebt das Motiv des Pfaus in Südostasien war und ist, zeigen die folgenden Beispiele:
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peacock-paintingA magnificent Taisho period (circa 1925) painting – Zen-Zen0


peacock-screenJapanese Art Screen – The Kura

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Burmesische Webstuhlgewichte – Silk Road Gallery – die beweisen, daß selbst Alltagsgegenstände mit kunstvollen Verzierungen versehen wurden.

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Japanese Blue and White Transfer Design Dish – Meiji -
Ichiban Japanese and Oriental Antiques

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Thai handgeschnitztes Schränkchen mit Pfauenmotiven – Sam’s Club

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Rajput Silber Pfauenkamm – Silk Road Gallery

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peacock-reliefPeacock Wall Carving – Sculpture Citi Studio

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peacock-kimonoEin Hochzeits- Kimono – Asian Art by Kyoko

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peacock-jarEin sehr moderner Krug mit einer Pfauen-Kujaku-yu Glasur-Tsubo by Miura Shurei -
Robert Yellin Yakimonu Gallery

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Und zuletzt noch zwei Beispiele für die unglaublichen thailändischen „Gemüse-Schnitzereien“ (aus Rettichen) mit Pfauenmotiven:

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peacock-raddish1 peacock-raddish2

Thai Carving/England
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