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„Tassili II“
100 x 33 cm, Seide

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Die Motive der Felszeichnungen, die man in der Sahara gefunden hat, sind vielschichtig und wunderschön. Ich bin fasziniert von diesen Motiven – deswegen ist auch dieses zweite Seidenbild darüber entstanden.

Wie bereits im vorherigen Artikel über Tassili I lassen sich die Felsmalereien und Gravuren, die man auf dem Plateau der Tassili N’Ajjer in der Sahara gefunden hat, in mehrere Perioden einteilen. 

Dabei hat mich die sog. „Hausrind-Periode“ besonders inspiriert, also die Zeit der Hirten in der 2. Hälfte des 2. Jahrtausends v. Chr., die als Blütezeit gilt. In dieser Periode wurde mehr domestiziertes Vieh als wilde Tiere dargestellt und die Szenen beschäftigen sich eher mit dem Rinderhüten als mit der Wildtierjagd, also Tätigkeiten, die man auch heute noch in afrikanischen Ländern vorfindet. In diese Periode fällt die Blütezeit der Malereien.

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Dabei habe ich mich in diesem Seidenbild auch an die veränderte Darstellungsweise gehalten. In der Hausrind-Periode wurden die Darstellungen nämlich etwas sketchartiger, weniger detailgetreu und realistisch dargestellt als in früheren Perioden, was allerdings den Malereien keinerlei Abbruch tat, sie nicht weniger beeindruckend und schön machte.

In diesem Seidenbild wurde auch mehr Wert auf die Farbkomposition selbst gelegt, die besonders an die rote Erde Afrikas erinnern sollte.

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Aus den Detailbildern kann man erkennen, um was es in diesen Szenen geht. Da gibt es Hirten, die die Herde beschützen wollen. Verwundete, die bei diesem Unterfangen verletzt wurden und nun von den anderen Hütern betreut werden. Und dann gibt es da noch die Darstellung von gefleckten Katzen, die in die Flucht geschlagen werden (s unteres Bild).

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Anders als bei den vorhergehenden Bildern wurde hier nicht mit Collagen gearbeitet, sondern die Motive wurden mit Gutta aufgemalt, um dann ähnlich der Batikmethode in verschiednen Arbeitsschritten herausgearbeitet zu werden. Anschließend wurde auch hier die Seide abgesteppt, um zusätzlich für Relief und Schattenwurf zu sorgen.

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Blöde Kommentare…

Februar 24, 2009

Blöde Kommentare lösche ich sofort. Ernst gemeinte Vorschläge and Kritik nehme ich zur Kenntnis und denke durchaus darüber nach, ob sie gerechtfertigt sind.
Wenn aber Kommentare sagen , daß meine Artikel zu lang sind, meine Bilder zu groß und hinderlich beim Lesen, dann ist das ein äußerst dummer Kommentar, der es eigentlich nicht wert wäre, überhaupt erwähnt zu werden.

Ich muß ehrlich gestehen, daß ich noch nie gehört habe, daß Bilder zu groß seien – eher umgekehrt. Bilder sind oft viel zu klein und wenn sie immer nur als thumbnails angeboten werden, ist es äußerst lästig, ständig ein neues Fenster öffnen zu müssen, um etwas erkennen zu können.

Ich biete möglichst große Bilder an, die trotzdem noch einigermaßen schnell zu laden sind, weil ich ein Metier betreibe, das von Bildern lebt. Wenn man auf Künstlerwebsites immer wieder Bilder findet, die die Größe einer Briefmarke nicht überschreiten, dann ist der Sinn und Zweck einer solchen website meiner Ansicht nach verfehlt. Oder aber auch, wenn die Auflösung so schlecht ist, daß man vor lauter Pixelzählen nicht mehr sieht, welche Farbe oder Konturen auf dem Bild zu finden sind, oder wenn Wasserzeichen und copright Symbole dermaßen groß sind, daß man vom eigentlichen Bild auch fast nichts mehr erkennen kann, sondern nur die Paranoia vom Verursacher – besonders wenn das Bild auch noch grottenschlecht ist. Einfach schade.

Ich freue mich über Kommentare, nicht aber über dumme Bemerkungen. Naja, die werden eben sofort gelöscht. Was ich hier auf diesem Blog anzubieten habe, mag sicherlich nur einen winzigen Teil der Leute, die Blogs überhaupt lesen, interessieren. Damit habe ich überhaupt keine Problem. Um so mehr freue ich mich, wenn die Leute unterscheiden können zwischen Inhalten und leerem Blabla oder ausschließlich gescraptem Inhalt.

Blogs mit Inhalt aber scheinen besonders hier in Deutschland immer noch eine ziemlich Wüste zu sein, d.h. die meisten Leute betrachten Blogs als Larifari, nicht aber als Möglichkeit zur echten Informationsquelle, Gedankenaustausch und Dokumentation. Selbst Journalisten scheinen dies immer noch nicht kapiert zu haben. Kein Wunder, daß Zeitungen, die den Anschluß verpassen und nicht mitkriegen, daß sich die Welt der Medien rasant ändert, in Schwierigkeiten geraten.

Meinungsbildung geschieht heutzutage nicht mehr nur über Fernsehen, sondern auch über Blogs. Haben die in den USA schon längst kapiert, obwohl das hier in Deutschland immer noch belächelt wird. Dies sollte man nicht unterschätzen. Beste Gelegenheit, auch den Unterstützern der Verscheublichung eins auszuwischen – nicht?

Okay – bevor ich wieder ins Politisieren verfalle und mich um Kopf und Kragen rede – ich benutze das Medium Blog auf jeden Fall unter anderem für eines der schönsten Dinge in der Welt: Kunst verbreiten. Wenn auch nur in kleinstem Kreis. Aber was soll’s – ich habe jedenfalls meinen Spaß daran und werde auch weiterhin große Bilder verteilen und über meine Ideen erzählen.

Und überhaupt rede ich sowieso am liebsten, über die schönen Dinge, die es in dieser Welt gibt – sogar in Deutschland…

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„Tassili I“
100 x 33 cm, Seide

Felszeichnungen, die man in der Sahara und an anderen Orten in der Wüste gefunden hat, sind von einer modernen Eleganz geprägt, die ich ganz erstaunlich finde. Dies soll beleibe nicht überheblich klingen, sondern meine Verwunderung zum Ausdruck bringen, wie etwas, das so alt ist, so zeitlos schön sein kann.

Diese Felsmalereien haben natürlich viele Maler inspiriert – die Motive sind also nicht neu. Aber wie es Motive gibt, die vielfach wieder aufgenommen werden, so haben auch mich diese Malereien sehr inspiriert und ich habe versucht, sie in einem besonderen Kontext darzustellen, nämlich als eine Art Collage/Malerei auf Seide. Ich hoffe sehr, daß ich damit der Schönheit dieser Motive einigermaßen gerecht wurde.

Nun ein bißchen Hintergrund zum Namen Tassili:

Die Tassili N’Ajjer liegt in Algerien und beschreibt ein Gebiet im mittleren Teil der Sahara, nämlich ein Plateau wie auch eine Sanddünenebene im südöstlichen Teil der algerischen Sahara. Die Größe der Tassili umfaßt zweimal die Größe der Schweiz und ist eine der größten Nationalparks der Welt.
In der Sprache der Tuareg bedeutet Tassili N’ajjer soviel wie „ein mit tiefen Erdspalten durchzogenes Plateau“.

Der Park wurde 1972 gegründet und seine Hauptaufgabe ist es, die archäologischen Relikte aus dem Neolithikum und die Felszeichnungen, die bis auf 8000 Jahre vor Christus zurückgehen, zu schützen.

Die Felsmalereien und Gravuren der Tassili wurden in mehrere chronologische Perioden eingeteilt – nachzulesen u.a. hier.

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Die obige Detailaufnahme zeigt einen Teil der Tierdarstellungen, wie man sie an vielen Orten in der Tassili finden kann, wobei die Originale relativ einfach zu entschlüsseln sind.

Schwieriger wird es bei den menschlichen Darstellungen, die doch etwas abenteuerlichen Interpretationen unterliegen bis hin zu der angeblichen Darstellung von Außerirdischen. So in der Interpretation von Erich von Dänicken (mehr zu diversen Interpretationen in einem Artikel von Philip CoppensThe Tassili n’Ajjer: birthplace of ancient Egypt?)

Ich frage mich, warum den Menschen von damals eigentlich jegliche Phantasie abgesprochen wird? Wieso sollten die Künstler von vor 5000 und mehr Jahren, nachdem sie in der Lage waren, sehr naturgetreue Darstellungen von ihren Tieren anzufertigen, nicht auch ein bißchen Phantasie haben und Darstellungen nach ihrem Gusto erstellen, die ein bißchen verrückt wirken. Hätten die damals gesehen, wie der moderne Mensch sich kleidet und was er so von sich gibt, hätten die bestimmt auch an ihrem Verstand gezweifelt.

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Ich habe versucht, die Lebendigkeit der Originalzeichnungen und Malereien nachzuempfinden und nachzustellen.

Ganz automatisch macht man ein Zeitreise und fühlt sich in die Welt der Jäger und Hirten versetzt. Ein ganz anderes Leben als das unsere heutzutage. Es ging um das reine Überleben. Da war nicht viel Zeit für Muße, denn das Essen mußte erst mal gejagt werden. Grundbedürfnisse waren nicht so ohne weiteres zu befriedigen.

Heute findet dieser Kampf wohl eher am Arbeitsplatz statt, wenn man sich gegen das Mobben der Kollegen und einen blöden Chef behaupten muß. Der Arbeitsplatz wird da zur Jagdbeute, die man heftig verteidigen muß, sonst ist die Grundbefriedigung bald im Eimer. Also doch nicht so sehr viel anders als vor 8000 Jahren?

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Die obere Detailaufnahme gehört eigentlich nicht mehr in die Tassili, sondern eher zu den Felsgravuren, die man im marokkanischen Teil der Sahara findet. Aber als Künstler muß man das wohl nicht so genau nehmen. Mir hat ganz besonders die Eleganz dieser Felsgravur gefallen.

Die untere Detailaufnahme zeigt das nachempfundene Bild von einer Felsgravur, die unter dem Namen der „weinenden Kuh“ bekannt wurde. Ein unglaublich lebendig wirkendes Bild, das sicherlich seinen Eindruck auf die Entdecker hinterließ.

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Im letzten Artikel wurde die Symbolik des Pfaus bereits angesprochen. Nachzulesen ist das hier.

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Wie kein anderes Tier symbolisiert der Pfau Schönheit, Reichtum, Liebe, Leidenschaft aber auch Unsterblichkeit, Arroganz und Eitelkeit und nimmt seit jeher eine besondere Stellung im Tierreich ein. Um ihn ranken sich Mythen und Legenden verschiedener Kulturen und Epochen.

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In Indien ist er neben seiner Stellung als heiliges Tier gleichzeitig der Nationalvogel. Schließlich ist der indische Subkontinent die Heimat des Pfaus und war es 4000 Jahre lang. Er wird ganz besonders wegen seiner Gebietstreue und seiner Zähmbarkeit geschätzt. Außerdem frißt er junge Kobras und trägt somit zur Sicherheit der häuslichen Umgebung bei. Wie Gänse bewacht er sein Haus und stößt laute Warnrufe aus, wenn sich gefährliche Tiere dem Haus nähern. Angeblich soll er auch vor Unwettern warnen.

In Indien wird der Pfau übrigens nicht mit Prahlsucht und Angeberei in Verbindung gebracht wie in Europa.

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In den asiatischen Mythen kommt dem Pfau eine besondere Stellung zu. Er gilt oftmals als Gefährte der Götter und Könige, ist in die religiösen Vorstellungen verwoben und dem Tier selbst und seinen Federn werden hier magische Kräfte zugeschrieben.

In China beispielsweise ist der Pfau ein heiliges Tier, verkörpert das Rad des Lebens und steht für die Ming-Dynastie. Der Pfau ist der Göttin der Barmherzigkeit geweiht, Kwan-yin.

Die Chinesen glauben, dass der Blick eines Pfaues eine solche Kraft besitzt, dass er Frauen schwängern kann. Außerdem ist der Pfau in China das Symbol von solch großem Mitleid und Mitgefühl, dass man sich erzählt, er stirbt aus Kummer über den Tod seiner Gemahlin und so wird er auch zu einem Symbol für die ewige Liebe und Treue.

Mehr über Mythen und mytholigische Bedeutung kann man bei Tamara Aberle nachlesen: Der Pfau als Symbol in Asien

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Ganz besonders interessant fand ich noch den Hinweis, daß im Hinduismus der Pfau den Sieg über alles Giftige symbolisiert, denn so heißt es:
„Als einst das Universum gebildet wurde, das Gift aus dem Milchmeer gesaugt und in das amrita der Unsterblichkeit umgewandelt wurde, war es ein Pfau der die negativen Effekte absorbierte.“

Auch in der tibetischen Mythologie nimmt der Pfau alles Negative auf und wandelt es in etwas Positives um – so entstehen laut der Sage die Farben in seinem Federkleid.  Dies wird so gedeutet, dass jeder dazu fähig ist Schlechtes in Gutes umzuformen. (nach Tamara Aberle)

Diese Bedeutung entspricht so gar nicht den europäischen Vorstellungen, die man dem Pfau zuschreibt, was ich sehr schade finde. Aber dem Andersartigen, Auffälligen wurden in unseren Breiten ja schon immer das Negative, ja manchmal Teuflische angehängt.

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Auch in Thailand findet sich das Symbol des Pfaus wieder, nämlich als wichtiges Attribut für die Könige von Chiang Mai. In vielen Skulpturen und Schnitzereien taucht der Pfau auf.

Dieses Motiv findet man auch in der persischen Mythologie wieder, etwa im Pfauenthron des Schah. In Persien findet man das Symbol in verschiedenen Kunstwerken als zwei Pfauen, einer auf jeder Seite des Lebensbaums. Dies steht für die Dualität der Menschen.

In Myanmar gilt der Pfau ebenso als Symbol für Macht als auch für politische Legitimität. Er steht für die Sonne und ist das Emblem der Kon-baung Dynastie, des letzten burmesischen Kaiserreiches. Er wird in Myanmar als glücksbringender Vogel gesehen und seine Federn schmückten oft burmesische Häuser.

Für die Burmesen symbolisiert der Pfau neben der Sonnenzugehörigkeit auch ihren Stolz und Nationalismus. Die Pfauenflagge ist heute ein Symbol für Aung San Suu Kyi’s Partei und die Flagge symbolisiert in Myanmar allgemein den Kampf um Demokratie und Freiheit. Ursprünglich zeigte die Flagge zur Zeit der britischen Kolonialherrschaft noch einen tanzenden Pfau, seit 1988 ist dies ein kämpfender Pfau. (nach Tamara Aberle)

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Wie beliebt das Motiv des Pfaus in Südostasien war und ist, zeigen die folgenden Beispiele:
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peacock-paintingA magnificent Taisho period (circa 1925) painting – Zen-Zen0


peacock-screenJapanese Art Screen – The Kura

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Burmesische Webstuhlgewichte – Silk Road Gallery – die beweisen, daß selbst Alltagsgegenstände mit kunstvollen Verzierungen versehen wurden.

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Japanese Blue and White Transfer Design Dish – Meiji -
Ichiban Japanese and Oriental Antiques

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Thai handgeschnitztes Schränkchen mit Pfauenmotiven – Sam’s Club

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Rajput Silber Pfauenkamm – Silk Road Gallery

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peacock-reliefPeacock Wall Carving – Sculpture Citi Studio

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peacock-kimonoEin Hochzeits- Kimono – Asian Art by Kyoko

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peacock-jarEin sehr moderner Krug mit einer Pfauen-Kujaku-yu Glasur-Tsubo by Miura Shurei -
Robert Yellin Yakimonu Gallery

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Und zuletzt noch zwei Beispiele für die unglaublichen thailändischen „Gemüse-Schnitzereien“ (aus Rettichen) mit Pfauenmotiven:

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Thai Carving/England
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„Qumran“
100 x 33 cm, Seide

Qumran – ein geheimnisvoller Name, verbunden mit uralten Schriften. Die Geschichte, die damit verbunden ist:

„1947 entdeckte ein Beduine in einer Höhle nahe beim Toten Meer uralte Schrift- rollen aus der Antike: die weltberühmten Qumran- rollen. Dieser archäologische Jahrtausendfund ermöglichte es uns jetzt, den sogenannten Bibelcode zu widerlegen, da sich unter den Qumrantexten die ältesten Bibelhandschriften der Welt befinden. So wurde u.a. eine komplette Abschrift des Jesajabuches auf Hebräisch aus dem 2. Jahr- hundert v. Chr. entdeckt. Dieser Text ist um über 1.000 Jahre älter als die bis dahin ältesten bekannten hebrä- ischen Bibelhandschriften, die erst aus dem Mittelalter stammten. Ein Traum für die Bibelforschung ging in Erfüllung. Nun konnte man an einem der umfangreichsten Bücher des Alten Testaments den Text Buchstabe für Buch- stabe genau untersuchen.“

„Bis 1956 wurden zehn weitere Höhlen mit den Überresten von nahezu 900 Schriftrollen entdeckt. Aber leider waren die Rollen, im Gegensatz zum ersten Fund, in zigtausende Bruchstücke zerfallen. Die Wissenschaftler eines eigens gebildeten internationalen Teams mußten über 80.000 Rollenschnipsel zusammenfügen und die Texte rekonstruieren. Sie konnten Abschriften fast aller alttestamentlichen Bücher nachweisen. Eine Handschrift stellte sich als sensationell heraus: Unter den Fragmenten entzifferte man die Reste einer Abschrift des Samuel-Buches aus dem 3. Jahrhundert v. Chr. Sie entpuppte sich als Vorlage der griechischen Übersetzung des Alten Testaments, der sog. Septuaginta. Als in der Antike, immer weniger Juden Hebräisch sprachen sondern nur noch Griechisch, wurde diese erste Bibelübersetzung der Welt nötig. Sie entstand seit der Mitte des 3. Jahrhunderts v. Chr. in Ägypten und wurde später auch die Bibel ersten Christenheit.“  (aus Die Schriftrollen von Qumran)

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Ich denke die Themen rund um die Entstehung des Christentums und der Bibel haben bis heute nichts an Faszination verloren. Man denke da nur an die vielen Hollywoodfilme in letzter Zeit, die diese Themen begierig aufgenommen haben (Das Sakrileg, Der Bibelcode).

Mystisches und Geheimnisse, die die Archäologie bis heute nicht durch Fakten aufklären und belegen konnte, werden immer Anlaß zu Spekulationen geben, leider aber auch Wasser auf die Mühlen jedweder Fanatisten und Fundamentalisten schütten.

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Dies treibt gewaltige Blüten, was von wenigen dazu verwendet wird, ihre eigenen Machtgelüste zu untermauern und Menschen für ihre Zwecke zu manipulieren. Dabei wird das Mittel der Angst eingesetzt, das schon seit Urzeiten das Werkzeug schlechthin ist, Menschen gefügig zu machen. Das funktioniert leider bis heute und wird von Politik und Kirche gleichermaßen eingesetzt. Da es immer genügend Mitläufer gibt, die es vorziehen, daß für sie gedacht wird anstatt selbst zu denken, wird diese Masche leider bis in alle Ewigkeit funktionieren.

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Natürlich sind mystische Themen auch für Künstler interessant. Die Vermischung von Wahrheit, Fakten und Interpretationen sind schon immer ein fruchtbarer Boden für Inspiration gewesen. So ist auch dieses Seidenbild entstanden. Der Magie der Mystik konnte auch ich mich nicht entziehen.

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