Minoans II – Minoische Kultur und ihre Symbole auf Seide
Januar 24, 2009
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| „Minoans II“ 100 x 33 cm, Seide |
Das zweite Seidenbild über die Symbole der Minoischen Kultur zeigt Motive aus dem Alltagsleben wie auch den religiösen Überzeugungen.
Die Hauptfigur ist ein Fischermann. Dies ist ein Motiv, das die Bedeutung der Meeres für die Minoer versinnbildlichte so wie alles, was für die Minoer wichtig war, in ihrer Kunst wieder auftauchte. Das Originalfresko stammt aus dem 16. Jh v.Chr. und wurde in einem Haus auf der Insel Santorini gefunden, das von einem Vulkanausbruch zerstört wurde.
Was wirklich auffällig ist, ist die Tatsache, daß die Minoer im Gegensatz zu anderen Völkern, keine Gewalt und Kriege in ihrer Kunst verherrlichten, sondern eine sensible Kunst schufen, die auf den Dingen beruhte, die in ihrem Leben eine wichtige Rolle gespielt haben: Themen, die das Meer betrafen, menschliche Schönheit und die Schönheit der Welt um sie herum.
Die Kunst der Minoer ist voller Lebensfreude und ihre Welt ist bevölkert mit Delphinen, Fischen, Affen, Lilien, Kraken, Vögeln und Schwalben.
Sie „glorifizierten“ alltägliche Männer und Frauen in ihren Porträts, nicht die Großkopferten oder ausschließlich höher gestellte Personen.
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Wir wissen wenig über die minoische Religion, außer daß sie eine wichtige Rolle im Leben der Minoer gespielt hat. Es gab hauptsächlich nur niedere männliche Gottheiten. Höher gestellt waren die weiblichen Gottheiten. Es ist unklar, ob es mehrere Göttinnen gab oder ob eine einzige verschiedene Aspekte repräsentierte.
Es konnten verschiedene Persönlichkeiten identifiziert werden, wobei eine die Herrin der Tiere genannt wurde, ein Schlangengöttin, die üblicherweise Schlangen um ihre Arme gewunden hatte (s. Foto rechts), eine Herdgöttin und einige andere. Wissenschaftler glauben, daß diese Gottheiten schließlich als Hera, Artemis und andere weibliche Gottheiten im griechischen Pantheon ihren Einzug gehalten haben.
Man fand Figürchen aus Ton, Stein oder Edelmetallen, die mit der menschlichen Fruchtbarkeit in Verbindung gebracht wurden: liebende Paare, schwangere Frauen und Frauen, die ihre Babies stillten.
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Mit die schönsten Fresken wurden in der Karawanserei gefunden, ein zweistöckiges Gästehaus mit richtigen Appartments und Badezimmern wie kleine Schimmbäder mit heißem und kaltem Wasser.
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Die Gesellschaft der Minoer waren im Großen und Ganzen gleichberechtigt. Es fehlen jegliche Hinweise, daß manche Persönlichkeiten von besonders großer Bedeutung waren so wie man es in anderen Kulturen der Bronzezeit feststellen kann. Der Reichtum der Minoer war einigermaßen verteilt, d.h. blieb nicht nur einigen Wenigen vorbehalten. Männer wie Frauen pflegten sich gerne, benutzten Kosmetika und trugen Schmuck und ausgefeilte Kleidung.
Der unten abgebildete, wunderschöne Anhänger wurde in Chrysolakos auf Malia gefunden und stammt ca. aus dem 18./17. Jh v.Chr.
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Passend zur Geschichte der Minoer wurde diese Bildcollage auf Seide gemalt und anschließend mit Seide gesteppt, um ein bißchen die Risse und Brüche in den Mauerfresken und den Töpferarbeiten nachzustellen. Außerdem wurde zusätzlich mit Goldpigmenten in der Seidenfarbe gearbeitet, um dem Bild eine gewisse Kostbarkeit zu verleihen.
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September 15, 2009 at 7:46
Wow, eine tolle Analyse. Sehr aufschluss und hilfreich! Danke!