Hier stelle ich ein weiteres Bild aus der Serie der magischen Symbole vor. Seit Anbeginn hat sich der Mensch mit Symbolen umgeben, sei es als Schmuck oder aber als Höhlenmalerei. Dies ist ein faszinierendes Thema, dem ich einige Arbeiten gewidmet habe.
Alle Bilder haben mehre Ebenen, jedes erzählt eine andere Geschichte über die Vergangenheit des Menschen, seinen Glauben, die Ängste, sein Verlangen nach Schutz und der Hoffnung auf ein erfülltes Leben.
Egal wie alt diese Symbole auch sind und aus welcher Region dieser Erde sie stammen, sie tauchen immer wieder auf bis in die heutige Zeit. Während sich Gesellschaftsstrukturen ändern und die Landschaften der Erde mit dem Klimawandel ein anderes Gesicht bekommen, so bleiben uns doch durch sie das Erbe der Vergangenheit und die Fundamente der Zivilisation erhalten.
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| „Maya“ 100 x 33 cm, Seide |
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Die alten Maya glaubten an wiederkehrende Zyklen von Geburt und Zerstörung. Sie hatten eine äußerst präzise Vorstellung davon wie Himmel und Erde aufgebaut waren und wie die Bäume dazu da waren, den Himmel zu tragen.
Und damit sind wir wieder beim Symbol des Lebensbaumes, das in vielen Kulturen eine bedeutende Rolle spielt. Das Bild hier zeigt wie Pacal Votan (Pacal Votan war der Magierkönig der Maya, dessen Grabmal 1952 in Palenque entdeckt wurde) wie er vom Baum des Lebens heruntersteigt.
Für die Maya war der Lebensbaum das Zentrum der Welt schlechthin. Er stand symbolisch gesehen für die vertikale Achse, die durch die Unterwelt, die oberiridsche Welt und den Himmel verlief und damit alle drei Ebenen miteinander verband.
Die Milchstraße war für die Maya der Weltenbaum, besonders aber zu der Zeit, wo im Sternbild des Schützen die Milchstraße über dem Horizont aufsteigt. Die Sternenwolken der Milchstraße wurden als der Lebensbaum schlechthin betrachtet, der der Ursprung für alles Leben war.
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Auch dieses Seidenbild ist eine Collage aus nachbearbeitetem Phototransfer, Malerei und Bearbeitung mit der Nähmaschine. Außerdem habe ich mir hier einen kleinen Scherz erlaubt: die Hieroglyphen sind nicht autentisch, sondern willkürlich zusammengesetzte Bildelemente, die keinerlei Bedeutung haben. Letzteres wäre rein zufällig!
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August 1, 2009 at 10:22
Muß mich verbeugen werte Kollegin! Sehr schöne Umsetzungen!
Kunst braucht keine Grenzen!