Bloggen und Kritik um jeden Preis?
Dezember 28, 2008
Eigentlich wollte ich mich darauf beschränken, über meine Arbeit zu sprechen und zu erzählen, wie ich zu meinen Ideen gekommen bin.
Ich bin nämlich der Meinung, daß es durchaus hilfreich sein kann, etwas mehr über eine Arbeit und deren Entstehung zu erfahren, bevor man sich dafür oder dagegen entscheidet.
Im Internet wird viel versprochen, aber wenig gehalten und meistens sind Fotos obendrein noch getürkt, aber das kennt man ja. Detailfotos und genaue Beschreibungen kann man allerdings nicht so ohne weiteres türken, daher mein Anspruch, gute und große Fotos zu liefern und eher mehr als weniger über eine Arbeit zu erzählen.
Ich habe keine paranoide Angst vor dem Ideenklau, weil ich mir sage, daß auch das Rad schon mal erfunden wurde und Kopien, wenn sie dann doch vorkämen, dermaßen schlecht wären, daß es nicht der Mühe wert wäre, dies gerichtlich zu verfolgen. Was aber nicht heißt, daß ich es nicht tun würde – also Finger weg!
Aber anders als im englischsprachigen Raum scheint es hier in Deutschland eine „Blogwüste“ zu geben. Offensichtlich ist es den meisten Lesern zu anstrengend, Kommentare zu schreiben und wenn sie dann doch einmal kommen, sind sie negativ, meckernd und so gar nicht konstruktiv, sarkastisch oder gar zynisch. Typisch deutsch eben. Da kann man wirklich die Lust verlieren.
So ganz anders im englischsprachigen Teil der Blogwelt. Da machte es richtig Spaß zu schreiben, auch wenn sich die Kommentare manchmal auf „beautiful“ u.ä. beschränken. Man hat aber wenigstens das Gefühl, daß hinter der Statistik echte Menschen stecken, die sich auch mal über was freuen können! Man ist motiviert!
Kurz gesagt, ich bin wirklich frustriert und kann mir einfach nicht vorstellen, daß das, was ich hier anzubieten habe, absolut keine Interessenten findet.
Ich verstehe ja voll und ganz, daß andere Themen, wie Klatsch und Tratsch (ich möchte mich auf dieses Beispiel bewußt beschränken), vielleicht die hunderte, ja tausende von viewers tagtäglich anzieht nach der gleichen Masche wie bestimmte Medien arbeiten, aber wird das nicht auch mit der Zeit langweilig?
Findet im Internet etwa die gleiche Verdummung der Massen statt wie es Berlusconi schon so treffend zugegeben hat? Ich kann das doch nicht glauben. Wo bleibt da der Nutzen der „Freiheit“, sofern sie noch vorhanden ist und nicht verscheublisiert wurde?
Aber auch davon werde ich mich nicht abhalten lassen, weiter zu schreiben, anspruchsvolle Kunst vorzustellen und hin under wieder mal eine bissige Bemerkung loszulassen, obwohl (oder besser weil) ich sonst ein fröhlicher und optimistischer Mensch bin. Aber es mußte einfach mal gesagt werden.
Krishna and Radha (Teil 4) – und das Bild der Frau in Indien
Dezember 28, 2008
Hiermit komme ich zu weiteren Details dieses Reliefs, nämlich die Fußpartie auf dem linken Seitenpanel. Die Apsara wurde mit dem rechten Fuß auf einem stilisierten Lotusblatt stehend abgebildet. Der Lotus hat sowohl im Buddhismus als auch im Hinduismus eine besondere Bedeutung. Aber darüber habe ich mich schon in einem anderen Artikel detailliert ausgelassen. Nachzulesen ist das hier.
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Wie bereits erwähnt wurde der linke Fuß der Apsara voll ausskulpturiert, sodaß er auf der Rückseite des Paravents komplett zu sehen ist – als witziges Extra. Dies wurde in diesem Artikel beschrieben.
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Damit kommen wir zu der rechten Figur dieses Dreiteilers. Mit dieser Apsara sollte den indischen Tempeltänzerinnen mit ihrem wunderschönen Schmuck und den prachtvollen, sehr aufwendigen Frisuren und ganz besonders ihrer unglaublich komplizierten Tanzkunst ein Denkmal gesetzt werden.
Indische Tempeltänzerinnen kamen besonders zu Zeiten des Kolonialismus in Verruf, als die europäischen Herren wie auch die Maharadschas seiner Zeit die schönen Mädchen zu ihre Gespielinnen machten und sie damit zu Prostituierten wurden.
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Auch heute noch hat die Frau in Indien noch lange nicht den gleichen Status wie der Mann und schon gar nicht, wenn sie einer unteren Kaste angehört. Nach wie vor sind junge Frauen bis auf wenige Ausnahmen entweder von der Familie oder von ihren Ehemännern abhängig und haben deren Vorstellungen und Wünschen nachzukommen. Und trotz Studium im Ausland ist es auch heute noch üblich, daß die jungen Frauen ihren zukünftigen Ehemann nicht selbst aussuchen, auch wenn offiziell das Gesetz Zwangs- und die früher üblichen Kinderheiraten verbietet.
Solange das Kastensystem in Indien nicht der Vergangenheit, solange der Analphabetismus zum normalen Erscheinungsbild gehört, wird sich an diesen Gegebenheiten auch leider nichts ändern, trotz Computerzeitalter und Filmindustrie. Laut Focus können nur 68% der Erwachsenen lesen und schreiben. Dazu kommt, daß die meisten jungen Frauen, die in den Genuß einer Ausbildung gekommen sind, letztendlich doch in der „Ehe“ landen und ihren erlernten Beruf gar nicht ausüben. Das habe ich in meinem eigenen Bekanntenkreis erfahren.
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Fröhliche Weihnachten…
Dezember 25, 2008
Modernes Design und Kunst (10)
Dezember 22, 2008
Hier mal zur Abwechslung ein paar Ideen, in welchen Umgebungen man den schönen Dreiteiler über Krishna und Radha einsetzen könnte. Eines ist allen Räumen gemein: sie müssen alle eine gewisse Größe haben…
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Die ursprüngliche Bildquelle stammt aus dem französischen Katalog der Schütz Flechtwerke von 1999
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ursprüngliche Bildquelle aus “Moroccan Interiors, Taschen Verlag 1995
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ursprüngliche Bildquelle von http://www.homesolute.com
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Krishna and Radha (Teil 3) – und der Weg des Tantra
Dezember 21, 2008
Wie bereits berichtet besteht dieses Relief aus drei großen Panelen, von denen im übrigen jedes gesondert an einer Wand plaziert werden könnte. Die Messingscharniere könnten einfach herausgedreht werden und würden somit das eigentliche Bild nicht mehr stören.
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Für eine dekorative, freistehende Position, die allerdings entsprechend gesichert werden müßte, spricht die saubere Verarbeitung der Rückseite wie man im unteren Bild sehen kann.
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Das nebenstehende Detailbild zeigt außerdem eine witzige Besonderheit auf der Rückseite:
hier wurde der Fuß nicht als Flachrelief gearbeitet, sondern voll ausskulpturiert, wofür die Ornamentebene entsprechend durchbrochen gearbeitet wurde.
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Die folgenden Aufnahmen sollen die Details näher bringen. Die unten dargestellte Figur ist eine sogenannte Apsara, die in der indischen Mythologie wie auch die der anderen asiatischen Länder eine große Rolle spielt. In der hinduistischen wie auch der buddhistischen Mythologie sind diese Frauengestalten halb menschlich, halb göttlich und leben als sogenannte „Wolkenmädchen“ im Palast des Gottes Indra.
„Geschaffen von Brahma sind sie „Hofdamen“ im himmlischen Palast des Gottes Indra. Als himmlische Tänzerinnen sind sie die Gefährtinnen der nun ebenfalls in größerer Zahl erwähnten Gandharvas, die als himmlische Musiker beschrieben werden. Hauptaufgabe der Apsaras und Gandharvas ist es, die Götter und Göttinnen zu unterhalten.“ (Wikipedia)
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In der Mythologie der Khmer bekamen die Apsaras als himmlische Tänzerinnen einen ganz besonderen Stellenwert. In der Tempelanlage von Angkor Wat in Kambodia kann man heute noch fast 2000 in Stein gehauene Skulpturen dieser Tempeltänzerinnen bewundern.
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Die Darstellung der Apsara als mehr oder weniger erotische Tänzerin soll an die Darstellungen an den Tempelanlagen in Khajuraho erinnern. Dort wird der tantrische Weg als der schönste und anspruchsvollste spirituelle Weg zum eigenen Selbst in Form von hunderten erotischen Figuren dargestellt.
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Der Weg des Tantra ist darauf ausgerichtet, durch die intime Begegnung mit dem ganz anderen die Grenzen des eingesperrten Ich hin zur Welt zu öffnen.
Die Lehre des Tantra versteht Sexualität als Mittel, um das eigene Bewusstsein zu erweitern. Der Hintergrund ist religiös: Shiva, Vishnu und Brahma erschaffen mit ihren Shaktis (weibliche Gegenkraft) die Welt.
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(Fortsetzung folgt…)
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Krishna and Radha (Teil 2) – die Fertigung
Dezember 19, 2008
Wie man auf vorhergehenden Bildern sehen konnte, besteht dieser Paravent praktisch aus drei Ebenen: der eigentlichen Figur, das die Figur umgebende Ornament, das in Anlehnung an die großen Toreingänge in indischen Tempeln gestaltet wurde und eine zweite ornamentale Ebene, die noch eine zusätzliche Perpektive in die Arbeit einbringen sollte und hinter der zweiten Ebene angebracht wurde, wie man in den unteren Bildern sehen kann.
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Figuren und die erste Ornamentebene sind aus einem durchgehenden Stück Holz gefertigt, wobei die Tiefe für die Figuren dadurch erreicht wurde, daß mehrere Schichten Holz aufeinandergeschichtet und sorgsam verleimt wurden. Dies hat außerdem den großen Vorteil, daß trotz der nunmehr erreichten Dicke des Holzes dieses in unseren Breiten nicht mehr reißt, was man von massiven Tropenhölzern nicht behaupten kann.
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Alle Ornamente wurden zuerst mit der Dekoupiersäge ausgesägt und anschließend geschnitzt.
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Im dritten Bild kann man den Fuß sehen, der extra dafür anfertigt wurde, dem gesamten Panel mehr Standfestigkeit zu verleihen. Er kann für Transportzwecke abmontiert werden. Gleichzeitig ist auf der Rückseite ein festinstalliertes Gegenstück zu finden, das man aufklappen kann. Auch dieses soll für eine bessere Standfestigkeit sorgen.
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Der Fuß (s. Bild rechts und unten) wird mit auf der einen Seite festverleimten dicken Holzzapfen und zwei ebenfalls fest verleimten Schrauben mit Ziermutter an das Hauptpanel montiert.
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(Fortsetzung folgt…)
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Krishna and Radha – Dreiteiliges Relief mit Figuren aus der indischen Mythologie als außergewöhnlicher Raumteiler (Teil 1)
Dezember 17, 2008
Da wir bald Weihnachten haben, habe ich mir gedacht, daß dies der richtige Augenblick sein müßte, um Euch eine meiner schönsten Holzarbeiten vorstellen: Krishna und Radha, eines der berühmtesten Paare aus dem hinduistischen Pantheon.
Hier ist zunächst einmal ein Bild von diesem sehr großen Dreiteiler, der komplett in 4 Teile (3 Panele und 1 Fuß) zerlegt werden kann, was für den Transport nicht gerade von unerheblichem Interesse ist.
„Krishna and Radha“
215 x 235 cm, ca. 65 kg, Kiefer
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Wie ich zu diesem Motiv gekommen bin? Nun – ich liebte schon immer Märchen aus aller Welt, Legenden, Erzählungen. Und die Legenden und Erzählungen aus der indischen Mahabharata, dem großen Epos der indschen Literatur, sind besonders bunt, lebendig und äußerst vielschichtig. Es sind spanndende Erzählungen, von Göttern und Göttinnen mit allzu menschlichen Charakteren und Persönlichkeiten, so ganz anders als die Legenden und Sagen aus der Deutschen Götter- und Unterwelt, wo man immer das Gefühl hat, gleich den erhobenen Zeigefinger zu sehen.
Außerdem erschienen mir die Figuren der indischen Mythologie besonders geeignet, um überschäumende Lebensfreude auszudrücken, die auf den Betrachter überspringen sollte. Es gibt zwar in unserer mitteleuropäischen Bildersprache ebenfalls viele Figuren, die denselben „Zweck“ erfüllen würden, besonders die aus der Renaissance und aus dem Barock, aber ich bin nun mal keine Freundin von Putten und ähnlichen Figuren.
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Nach einer Menge Nachforschungsarbeit, um das richtige Motiv zu finden, Inspirationen zu sammeln für die Ornamente etc., vielen Sketchen und schließlich einer 1:1 großen detaillierten Zeichnung, waren in der Zwischenzeit schon einige Wochen verstrichen, bevor die eigentliche Arbeit begonnen werden konnte, nämlich die Bearbeitung des Holzes.
Nachdem feststand, wie groß (nämlich sehr groß) das Ganze werden sollte, ging es ans Aussuchen des Holzes. Es sollte aus praktischen Gründen wieder Kiefernholz sein, mit möglichst gleichmäßiger Maserung – obwohl dies nicht unbedingt erforderlich war, da ich sowieso geplant hatte, das Holz mit einer Speziallasur zu versehen. Aber die Verarbeitung ist leichter, wenn man sich nicht ständig von relativ weichen auf relative harte Stellen umstellen muß.
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Ich wollte mit dieser Arbeit nicht nur einen ganz gewöhnlichen Paravent herstellen, sondern etwas Besonderes schaffen, das man garantiert nirgendwo sonst schon einmal gesehen hätte. Ich hatte ja bisher schon zwei Paravents (Bodhisattwa und Buddha Amida) ebenfalls mit Skulpturen als Basrelief geschnitzt, diese aber nach „klassischer Manier“ dunkel bzw. mahagonifarben gebeizt. Diese Arbeit sollte ganz anders werden, nämlich hell.
Auf die Idee brachte mich ein Interior Designer und Künstler auf meinen letzten Touren durch Südfrankreich, mit dem ich mich ausführlich unterhalten habe. Dunkle Holzarbeiten sind eigentlich nur dann wirklich schön, wenn sie mit strahlend weiß gekalkten Wänden wie man sie häufig in südlichen Ländern findet. Nur dann wirken sie nicht erdrückend.
In unseren mitteleuropäischen Breiten sind möglichst helle Farben eher etwas für die Aufhellung des Gemüts. Daher hatte ich beschlossen, diese neue Arbeit mit einer hellen Lasur zu versehen, um das Holz wie altes Elfenbein aussehen zu lassen. Aber davon später.
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(Fortsetzung folgt…)
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Bactria – ein Seidenbild über eine untergegangene Kultur
Dezember 16, 2008
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| „Bactria“ 100 x 33 cm, Seide |
Bactria ist ein Seidenbild über eine uralte Kultur, die nicht nur untergegangen ist, sondern auch aus einer Region stammt, die seit Jahrezehnten unter kriegerischen Auseinandersetzungen zu leiden hat. Eine Region, die unglaublich schön, aber voller Leid ist: Afghanistan.
In Wikipedia kann man nachlesen, daß „Baktrien …der Name einer historischen Landschaft um die Hauptstadt Baktra (das heutige Balkh im persischen Khorasan im Mittelalter und im heutigen Afghanistan)“ ist.
„Das Gebiet, aus dem eventuell der Religionsgründer Zarathustra stammt, gehört heute großteils zum Norden Afghanistans und zum südlichen Turkestan. Die Bewohner Baktriens waren die Baktrer sowie einige Skythen.“
Und damit sind wir schon beim eigentlichen Thema, dem Goldschatz der Skythen. Ganz besonders faszinierend an diesem Schatz sind die überaus filigran und kunstvoll gearbeiteten Ornamente und Symbole. Dies zeugt von einer Handfertigkeit, die ihresgleichen sucht.
Über das „Gold von Baktrien“ kann man bei Wikipedia hier nachlesen, was es mit der Entdeckung des Archäologen Viktor Sarianidi auf sich hat, ist hier näher beschrieben..
Anders als in der heutigen Kultur des Islam waren Darstellungen von Gottheiten, Mensch und Tier nicht verboten. Die Zeit war eher geprägt von einem Nebeneinander von griechischen, iranischen (wie z.B. Zoroastrismus) und buddhistischen Glaubensgemeinschaften, wobei eine der bedeutendsten Kushanenherrscher selbst ein Anhänger des Buddhismus war (man denke an die Buddhastatuen von Bamiyan, die 2001 von den Taliban zerstört wurden). Dies läßt auch darauf schließen, daß diese Zeit eher von Toleranz und gewissen Freiheiten geprägt war.
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Und damit sind wir bei der zweiten Bedeutung dieses Seidenbildes – der Umstände, die im heutigen Afghanistan vorherrschen, die der Gewalt, der Diktatur durch den Islam und der totalen Vernichtung der Freiheit.
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Symbolisch in diesem Bild sind die geschlossenen Türen, vor denen diese tief verschleierten Frauen stehen. Ohne Gesicht, ohne wirkliche Identität, sind sie alle vom öffentlichen Leben ausgeschlossen, Gefangene einer Kultur, die von Männern beherrscht wird ohne Aussicht, aus ihrem Gefängnis jemals ausbrechen zu können, weil der Geist bereits total vergiftet ist.
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Es macht einen traurig, wenn man sieht, wie einst blühende Hochkulturen und seine Menschen mit ihre großartigen Fähigkeiten zu Staub zerfallen und fragwürdigen Ideologien geopfert werden. Einmal mehr, wo die Politik grundlegend versagt hat.
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