Hiermit möchte ich ein paar weitere Detailaufnahmen von meinem handgeschnitzten Paravent mit Euch teilen.

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Abb.16

Das wichtigste bei all diesen Arbeiten ist mir die Vermittlung von Harmonie und Schönheit. Unsere Welt da draußen ist in vielen Dingen sehr häßlich, besonders wenn es darum geht, wer in der menschlichen Gesellschaft andere beherrscht und manipuliert.

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Abb.17

Es gibt aber auch noch eine andere Welt. In der Natur ist unendlich viel Schönes zu entdecken, wenn man bereit ist, die Augen dafür zu öffnen und trotz allen Verpflich- tungen und Terminen das Leben und das Lebendige nicht vergißt. Zusätzlich zur Natur gibt es auch noch eine Welt des Geistes und der Bilder. Kunst ist ein Teil dieser Welt, die erst mal nichts mit Zwängen und der täglichen Maschinerie zu tun hat.

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Abb.17

Es ist ganz erstaunlich, wie für viele Menschen buddhistische Darstellungen in Form von Buddhafiguren ganz offensichtlich – und oft nur unbewußt – eine Welt der inneren Einkehr symbolisiert, auch wenn diese “Gegenstände” zuerst einmal nur dekorativen Charakter haben. Es scheint eine besondere Anziehungskraft und Magie von diesen Darstellungen auszugehen.

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Abb.18

Auch ich konnte mich dieser Magie nicht entziehen. Daraus entstanden einige Arbeiten mit Darstellungen aus der buddhistischen und hinduistischen Mythologie. Überhaupt sind die Erzählungen der Mahabharata und des Ramakien äußerst lebendig und erinnern an unsere Märchen, Sagen und Legenden. Götter und Göttinnen werden mit reichlich menschlichen Zügen dargestellt und mit Charakteren, die den menschlichen, was Grausamkeiten, Rachegelüste und Liebesabenteuer etc. anbetrifft in nichts nachstehen.

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Abb.19

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Vielleicht ist es die Lebendigkeit, die den Europäer so anzieht. In unserer alten Welt ist vieles so steif und tot und hat viel von der kindlichen Phantasie verloren, die man in indischen Erzählungen findet.

Mir selbst ist aufgefallen, daß ich nicht nur großen Spaß an der Arbeit mit Holz bei diesem Paravent und anderen asiatisch inspirierten Arbeiten hatte, sondern daß meine Phantasie auch wieder ganz neue Wege fand und neue Geschichten ausdachte.

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Abb.20

Die Formensprache der südostasiatischen Kulturen besitzt eine Vielfalt und Lebendigkeit, die ihresgleichen sucht. Vielleicht liegt es am tropischen Klima und der üppig wachsenden Pflanzenwelt, daß die gesamte Ornamentik in der Kunst und im Kunsthandwerk so überschäumende Formen annimmt, die man hierzulande fast als kitschig empfinden würde. Wobei man erst einmal darüber nachdenken müßte, wie Kitsch definiert wird und warum er so verpönt ist. Viele Produkte, die ausschließlich für den Tourismus hergestellt werden, werden als Kitsch empfunden. Die Frage ist, warum eigentlich? Auf der anderen Seite aber empfindet man dann doch wieder eine ungewohnte Affinität zu diesen Dingen, die sich schlecht begründen läßt. Vielleicht ist es einfach nur das Exotische und Fremde oder die Sehnsucht, etwas von dem, was man im Uraub erlebt hat, mit nach Hause nehmen zu können…

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(Wird fortgesetzt…)
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