Buddha Amida – Handgeschnitzter Paravent (Teil 1)
November 13, 2008
Hiermit möchte ich gerne einen weiteren, 5-teiligen, handgeschnitzten Paravent vorstellen: “Buddha Amida”. Eine japanisch inspirierte Buddhafigur und zwei weiteren Bodhisattwa Figuren wurden hier als Basrelief gearbeitet.
Damit man einen Gesamteindruck von dieser Originalarbeit bekommt – hier erst mal ein Foto von der vollständigen Ansicht. Viele Detailfotos werden folgen:
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| “Buddha Amida” 175 x 200 cm handgeschnitzt Abb.1 |
Die Entscheidung fiel mir nicht schwer, auch für diesen Paravent wieder mit Kiefernholz zu arbeiten. Die passenden Panele wurden sorgfältig ausgewählt. Dabei achtete ich besonders auf möglichst wenig Astlöcher, vor allem nicht in den Bereichen, in denen die Gesichter entstehen würden, was bei Kiefer etwas schwierig ist. Eine besonders gleichmäßige Maserung war ebenfalls wünschenswert, um später einen möglichst gleichmäßigen Beizton zu erreichen.
Das mittlere Panel trägt den Namensgeber dieses Paravents: die Buddhafigur “Buddha Amida”.
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| Abb.2 |
Die Buddhafigur wurde mit zwei verschiedenen Mudras (Handhaltungen) dargestellt: dem “Vitarka Mudra” und dem “Varada Mudra”. Die Haltung, bei der Zeigefinger und Daumen einen Kreis formen, wobei die Handfläche nach vorne gerichtet ist, ist eine Geste der Unterweisung, des Lehrens und Erklärens. Die andere Handhaltung, bei der der rechte Arm nach unten ausgestreckt ist, die Handfläche nach vorne zeigt, ist die Geste der Wunschgewährung, “Varada Mudra”. Sie symbolisiert Mitgefühl, Barmherzigkeit und Freizügigkeit.
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| Abb.3 |
Die linke Bodhisattwafigur wurde mit einem “Abhaya Mudra” (rechte Hand) dargestellt, was soviel bedeutet wie “die Angst vertreiben”. Sie symbolisiert Schutzverheißung und Furchtlosigkeit.
Seine linke Hand liegt auf dem linken Knie – normalerweise wird dieses Mudra mit der rechten Hand und dem rechten Knie gezeigt. Ich habe mir hier artistische Freiheiten gestattet. Auf jeden Fall zeigen die Finger nach unten: diese Handhaltung symbolisiert die Niederlage des Dämonen Mara, bei der Buddha die Erde als Zeugin für seinen Weg anrief. Dieses “Bhumisparsa Mudra” heißt wörtlich: Berühren der Erde. Diese Geste symbolisiert die Unerschütterlichkeit des Buddha.
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| Abb.4 |
Die rechte Bodhisattwa Figur (vom Betrachter aus gesehen) wurde wieder mit einem “Varada Mudra” dargestellt (s.oben). In der linken Hand trägt der Bodhisattwa eine halbgeöffnete Lotusblüte, deren Stengel hinter dem Rücken bis zur rechten Schulter reicht, um auf derselben zu ruhen.
Beide Bodhisattwa Figuren tragen außerdem eine Art Heiligenschein in Form einer stilisierten Lotusblüte. Die mittlere Buddhafigur trägt einen Halo wie es in der chinesichen und japanischen buddhistischen Kunst üblich war.
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(Fortsetzung folgt…)
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Tags: Abhaya Mudra, Bhumispara Mudra, Buddhismus, handgeschnitzt, Mudras, Varada Mudra, Vitarka Mudra














