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“The Weaver” (Die Weberin)
165 x 55 cm, Rollbild auf Seide
Abb.1

Hier ist ein weiteres Kapitel zu einer Facette von Arbeiten, die in diesem Blog beschrieben werden: handgemalte und gequiltete Rollbilder aus Seide (silk scrolls).

Diese Rollbilder sind höchst dekorativ und geben einem Raum eine besondere, feminine Ausstrahlung. Sie erinnern an alte japanische oder chinesische Seidenrollbilder, die Konstruktion dieser Bilder ist aber eine völlig andere und wurde neu entworfen.

Während die traditionellen japanischen und chinesischen Seidenrollen aus sehr dünner bemalter Seide gefertigt sind, die auf einer Unterlage aus Papier geklebt werden, das wiederum auf der Oberseite meist mit gemusterter Seide verklebt ist, besteht das Mittelteil dieser Rollbildes aus drei Lagen Stoff, die zusätzlich auch noch gesteppt wurden. Das Kopf- und Fußteil besteht aus Seide, einer Zwischenlage aus beidseitig klebendem Vlies, die Rückseite ist aus Viskosestoff.

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Abb.2

Zuerst wurde das Mittelstück gefertigt. Dazu wurde eine Zeichnung erstellt, auf die Seide (eine Habotai-Seide) übertragen und bemalt. Anschließend wurde ein sehr dünnes Volumenvlies auf der Rückseite aufgebügelt.

Im nächsten Schritt wurden Kopf- und Fußteil gefertigt. Um die Seide zum Bemalen zu stabilisieren wurde auf der Rückseite ein glattes Vlies aufgebügelt. Anschließend wurden die Muster, die an die Batikarbeiten auf den indonesischen Inseln erinnern sollen, mit Hilfe von Schablonen mit Seidenfarbe aufgetragen.

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Abb.3

Nach Beendigung dieser Arbeitsschritte wurden Mittelstück, Kopf- und Fußteil zusammengenäht. Anschließend wurde ein Futterstoff aus Viskose im Umkehrverfahren aufgenäht und die offene Querseite verschlossen.

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Abb.4

Zuletzt wurde das Mittelstück wie bei einem Quilt abgesteppt. Dieses Steppmuster repräsentiert in stilisierter Weise den Webstuhl, an dem diese geheimnisvolle Weberin (The Weaver) sitzt. Das Gesicht soll an indische Frauen erinnern, die mit großer Geschicklichkeit und Handfertigkeit eine der schönsten Kunsthandwerke aller Kulturkreise vollbringen – der textilen Kunst.

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Abb.5

Anders als bei den traditionellen japanischen Rollbildern, wo die Stangen, an denen die Bilder aufgehängt werden fest mit dem Bild verklebt sind, wurde bei diesem Rollbild (und den nachfolgenden) am Kopf- und Fußende die Seide umgeschlagen und auf der Rückseite vernäht (s. Abb.3). Der dadurch entstandene “Schlauch” dient zur Aufnahme einer Stange (die jederzeit wieder entfernt werden kann), um das Bild aufzuhängen. Dadurch wird eine größere Flexibilität erreicht, d.h. die Stange kann je nach Bedarf der Dekoration des Raumes angepaßt werden.

Auf dieses Weise besteht außerdem die Möglichkeit, das Bild zu rahmen, ohne es zu beschädigen.

Das Rollbild kann käuflich erworben werden. Fragen dazu
oder zu anderen Arbeiten werden gerne beantwortet.
email: vyala@vyala-arts.com

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