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„Mesopotamia“
100 x 33cm, Seide,
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Hier möchte ich eine Serie über alte Kulturen vorstellen, die mir ganz besonders am Herzen liegt. Alte Kulturen sind ungeheuer faszinierend, weil sie oftmals Geheimnisse beinhalten, die bis heute nicht entschlüsselt werden konnten. Das macht sie so interessant und spannend. Ich habe diese Serie Magic Symbols (magische Symbole) genannt, weil sie sich ganz besonders mit den Symbolen dieser alten Kulturen beschäftigt.

Dieses auf Seide gemalte Bild heißt Mesopotamia. Mesopotamien ist wahrscheinlich das Land mit den ältesten Symbolen des Lebensbaumes. Seit beinahe 5000 Jahren und nahezu in jeder Gesellschaft stand der Baum für das Leben schlechthin. Der Baum lieferte nicht nur das Baumaterial für Häuser und alle möglichen Behälter, sondern war für die Nahrungsmittel- versorgung nötig, für den Transport und vieles andere mehr. Alle großen Zivilisationen wie die der Sumerer, Assyrer, Ägypter und Chinesen, der Griechen und Römer wären ohne Wälder nicht entstanden.

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Das Symbol des Lebensbaums beinhaltet aber noch mehr. In der Mythologie einer jeden Kultur hatte der Lebensbaum immer seinen Platz. Er wurde und wird immer als Link zwischen Himmel und Erde verstanden und während seine Wurzeln tief in die Erde reichen und seine Äste in den Himmel ragen, werden beide Ebenen miteinander verbunden.

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In diesem Seidenbild vereinigen sich mehrere Techniken. Es ist eine Collage aus Malerei und Phototransfer, die auch noch nachbearbeitet wurden. Außerdem wurde dieses Bild zusätzlich mit der Nähmaschine bearbeitet, sodaß Reliefs und stärkere Konturen entstanden.

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Liebe Blogger,
eine kurze Notiz zu den Kategorien. Falls ihr es noch nicht gesehen habt, sind die Kategorien dieses blogs als drop-down Menü angelegt. Da ich diese Kategorien exzessiv benutze, um euch die Suche zu erleichtern, aber eine ellenlange Liste in der sidebar eher störend wirkt, habe ich diese Erscheinungsform gewählt.

Die Kategorien sind in der Hauptsache nach folgenden Bestandteilen sortiert:

Kunst Medium, Farben, Stilrichtung und Thema,
Serien wie Modernes Design und Kunst,Gedanken zur Kunst allgemein etc.

Ich hoffe sehr, daß ich damit die Suche erleichtern kann und ihr viel Spaß an diesem Blog habt. Für weitere Anregungen und Verbesserungsvorschläge wäre ich sehr dankbar :P

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„Triassic Prints III“
100 x 33 cm, Acryl

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Das dritte Bild aus der Serie über Fossilien is Triassic Prints III, eine vorwiegend in Schwarz und Weiß gehaltene Darstellung, die an schwarzen Mamor erinnert.

Das Farnmotiv wurde hier weiter abstrahiert, um möglichst wenig von den nachempfundenen Maserungen des schwarzen „Steins“ abzulenken.

Ganz nach Art der alten Trompe d’oeuil Techniken soll hier eine Realität vorgetäuscht werden, die gar nicht existiert. Aber das ist auch das Reizvolle an diesen Darstellungen.

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Auch in diesem Bild wurde die bereits beschriebene Gutta-Resist Technik angewandt.

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„Triassic Prints II“
100 x 33 cm, Acryl

Dies ist das zweite Bild aus der Serie über Fossilien, ebenfalls wieder mit einem Farnmotiv auf marmoriertem „Stein“.
Habt Ihr gewußt, daß Farne zu den ältesten Pflanzen auf unserer Erde gehören und daß sie einst baumhoch wucherten und dann als versteinerte Bäume endeten? Ein faszinierendes Thema. Farne hatten für mich schon immer etwas liebenswert Archaisches an sich.

Dieses Bild ist aber nicht nur eine Hommage an urzeitliche Pflanzen, sondern der scheinbar marmorierte Hintergrund versinnbildlicht auch die „Ursuppe“ aus Gasen, Staubwolken, Gesteins- und Eisbrocken. So wie man es auf vielen Aufnahmen des Hubble Teleskops sehen kann. Also ist dies auch ein Blick in die Ferne und die Entstehung des Universums.

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Hergestellt wurde dieses Bild wie das vorherige mit der Gutta-Technik, d.h. das Farnmotiv wurde mit Gutta aufgemalt, anschließend in mehreren Arbeitschritten deduktiv herausgear- beitet.

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„Triassic Prints 1″
100 x 33 cm, Acryl

Es gibt einige Fossiliensammler dort draußen. Fossilien beflügeln nicht nur die Phantasie, sondern sie sind auch ein unglaublicher Schatz unserer Erdgeschichte, weil sie die Datenbank unserer Vergangenheit beinhalten. Und es ist spannend, danach zu graben, eine Steinplatte aufzuschlagen und dann einen dieser wunderbaren Schätze darin zu finden.

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Dabei sind nicht nur Ammonite und andere tierische Versteinerungen von Interesse, sondern auch Vertreter der Pflanzenwelt. Diese liefern ganz besonders schöne Muster und natürliche Designs in Steinplatten aller Art. Und genau diese haben mich zu diesem Bild inspiriert.

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Irgendwie stelle ich mir so die Geschehnisse um die Entstehung der Erde vor: Meteoriten – metaphorisch dargestellt durch die zwei Streifen im oberen Teil des Bildes – die die Saat für das Leben aus dem All bringen und schließlich die ersten Vertreter der Pflanzenwelt: Urweltfarne. Hier „eingegossen“ in den Stein und für ewige Zeiten festgehalten.

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Die Muster für die Farne wurden mit einem sogenannten Resist-Verfahren hergestellt, wobei wie beim Batiken mit Flüssigwachs die Muster abgedeckt werden, bzw. mit dem entsprechenden Resist-Medium aufgemalt werden.

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Hier geschah dies allerdings nicht mit Wachs, sondern mit wasserlöslichem Gutta. In mehreren Schichten wurde Gutta aufgetragen, die Leinwand bemalt und nach dem Trocknen der Farbe wieder ausgewaschen. Diese Schritte wurden ein paarmal wiederholt bis schließlich nur noch ein schattenhaftes Muster übrig war. Genauso wie man es oft bei Versteinerungen auch vorfinden kann.

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Modernes Design und Kunst (7)

November 18, 2008

Hier sind 3 verschiedene „Umgebungen“ für das Seidenrollbild Iceworld . Sicherlich sind mehr Kombinationen möglich wobei die Komposition mit weißen Möbeln naturgemäß am attraktivsten erscheint…

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Die ursprüngliche Bildquelle hier stammt von http://www.modernes-interieur.de.

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Die ursprüngliche Bildquelle stammt aus dem französischen Katalog der Schütz Flechtwerke von 1999.

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Die ursrüngliche Bildquelle war leider nicht mehr zu ermitteln.

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Modernes Design und Kunst (6)

November 17, 2008

Mit dieser Reihe über Design und Kunst möchte ich aufzeigen, wie Bilder wirken können. Je nachdem, in welchem Ambiente sie plaziert werden, wirken sie ganz unterschiedlich. Wundert euch also nicht wenn Ihr dasselbe Bild mehrfach zu sehen bekommt. Einmal sehen sie ungeheuer wertvoll aus, als ob sie geradewegs aus dem Museum stammen oder aus einer alten Villa voller Kostbarkeiten. Das andere Mal wirken sie sehr modern, en vogue, trendy und eben „very contemporary“. Alles eine Frage der Einstellung. Und manchmal sind die Ideen auch einfach nur ein bißchen verrückt…

Was ich damit sagen möchte, ist, daß es nicht so sehr auf den Stil ankommt, wenn es um das Wohnambiente geht und eigentlich auch nicht auf das Thema, sondern vielmehr auf die Komposition, Form und Farbe. Es kommt darauf an, ob man ein bißchen mehr Bewegung in einen Raum bringen will oder ob ein Bild oder Objekt eher einen Aspekt der Ruhe betonen soll.

Gleichzeitig möchte ich auch betonen, daß ich das ganze Thema von wegen Interieur und Kunst nicht so überaus bierernst behandeln möchte. Es gibt schon genügend Leute, die sich selbst ungeheuer wichtig nehmen. Wichtig ist mir eigentlich nur die kreative Arbeit an und für sich. Ideen dazu sind manchmal gut und manchmal eben nicht.

Bilder und andere Kunstwerke müssen natürlich auch gefallen! Was für einen Sinn macht es denn, sich ein Bild an die Wand zu hängen, das einem eigentlich gar nicht gefällt, das man nur gekauft hat, weil es trendy ist oder weil es von „professioneller“ Seite empfohlen wurde. Ich appelliere also auch an ein bißchen mehr Mut zum eigenen Bauchgefühl und nicht an den Gehorsam…

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Das Seidenrollbild am Fenster ist The Vision und hier näher beschrieben

Interior Designer arbeiten oft zu sehr nach einem eigenen Muster, nach eigenen Vorstellungen und weniger nach den Wünschen der Kunden, sofern diese wirklich welche haben außer der Festsetzung eines Budgets. Was dabei herauskommt ist ein Konzept, das in Abwandlungen im Grunde immer gleich bleibt. Es ist ein Stil, der dann erkennbar in verschiedenen Objekten wiederholt wird. Dies ist ein natürlicher Prozeß, der für die meisten Menschen, die lange in kreativen Berufen arbeiten, zutrifft.

Ich wage allerdings zu behaupten, daß dies auch eine ungeheure Bremse für die eigentliche Kreativität sein kann. Es ist wie in der Malerei – irgendwann bewegt man sich in eingefahrenen Bahnen und es kommt nichts Neues und wirklich Aufregendes mehr dabei heraus. Präferenzen zu bestimmten Farben und Stilrichtungen übertünchen dann sehr schnell die eigentliche kreative Arbeit. Davon sollte man sich befreien.

Die Einrichtung eines Raumes sollte zum Lebenstil des Menschen passen, der darin wohnt. Er sollte sich darin wohlfühlen, aber auch ein bißchen Mut zur Veränderung mitbringen.

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Das Seidenrollbild an der Wand ist The Weaver und hier näher beschrieben

Ich möchte daher hier den Versuch wagen zu zeigen, daß man ein und dasselbe Bild in den verschiedensten Umgebungen unterbringen kann und daß das Argument, daß ein Kunstwerk nicht zeitgemäß ist, nur weil es nicht einem bestimmten Trend entspricht, ad absurdum geführt werden kann.

Die Beispiele, die hier angeführt sind, sind zwar in einem marokkanischen Ambiente plaziert, könnten in dieser Form aber genau so in Südspanien stattfinden oder sogar im Süden von Kalifornien oder Arizona, wo der Baustil der Häuser ähnlich ist.

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Das Seidenrollbild an der Wand ist The Palace und hier näher beschrieben

(Alle obigen ursprünglichen Bildquellen aus „Moroccan Interiors“, 1995, TaschenVerlag)

Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Der Inspiration muß man freien Raum geben können. Einschränkungen (außer den finanziellen) existieren nur im Kopf!!

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Bevor ich weitere Detailbilder zu diesem wunderschönen Rollbild aus Seide vorstelle, möchte ich auf ein paar interessante websites, die sich mit Farbtheorien und Interpretationen auseinandersetzen, vorstellen:

Farbtheorie und Farbgestaltung von Ingrid Crüger, IPSI Fraunhofer Institut. Da heißt es zu der Wirkung von einzelnen Farben

Jede Farbe übt auf den Betrachter einen bestimmten Reiz aus, der charakteristisch für diese Farbe ist. Dies wird von einzelnen Menschen unterschiedlich empfunden, aufgrund ihrer unterschiedlichen Natur und aufgrund der Tatsache, daß zu einer Farbbezeichnung viele verschiedene Farbtöne gehören…

…der Eindruck eines Farbtons kann sich durch die farbige Umgebung beträchtlich verändern…

Deshalb haben die Eigenschaften, die einer bestimmten Farbe zugeordnet werden, auch eine gewisse Bandbreite mit positiven als auch negativen Aspekten. Dennoch hat jede Farbe ihre eigene Qualität und damit ihr eigene Assoziationen und Wirkungen, die für die meisten Menschen Gültigkeit haben.

Eine weitere interessante website ist die von Thomas Seilnacht über Naturwissenschaftliches Arbeiten mit dem speziellen Kapitel über Farben.

Dort steht über die Farbe Blau

Blau versetzt in einen Zustand des Träumens, die Farbe stimmt sehnsüchtig, sie wirkt beruhigend und führt zu einer ernsthaften Sicht der Dinge nach innen… Die Farbe Blau gilt als Farbe des Gemüts und stimmt positiv.

Generell erfreut sich die Farbe Blau einer großen Beliebtheit. Es gibt allerdings auch Ausnahmen. Meine eigene Farbpalette wird eher von Erdtönen geprägt oder Farben, die viel Wärme ausstrahlen. Aber das ist – wie immer – eine Frage des Geschmacks und der Präferenz, die sich nicht begründen läßt. Ob sich aus der Farbpräferenz bestimmte Charaktereigenschaften ableiten lassen wage ich allerdings zu bezweifeln.

Die Farbe Blau gehört eigentlich nicht zu meiner Farbpalette. Es kann aber durchaus inspirierend und erfrischend sein, einmal von den gewohnten Bahnen abzuweichen und etwas ganz anderes auszuprobieren.

Dies wurde ganz besonders in meiner Acrylgemäldeserie über das Olympische Studentendorf in München deutlich, über die ich noch später zu sprechen komme.

(bitte auf die Bilder klicken, um sie zu vergrößern)

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Noch eine interessante website ist die von Andreas Heck über Farbcodes . Hier heißt es zu der Farbe Blau

Es symbolisiert: Sympathie, Harmonie, Freundlichkeit, Freundschaft, Treue, Vertrauen, Zuverlässigkeit, Sehsucht, Kälte, Kühle, Phantasie.

Blau ist die Farbe der Ferne. Eine Farbe wirkt um so näher je wärmer sie ist und um so ferner je kälter sie ist. Blau schafft Raum, Perspektive. Alle Farben werden in der Ferne blauer, trüber, sie werden von Luftschichten überdeckt. Wasser und Luft werden als blau empfunden. In unseren Erfahrungen entsteht das Blau aus transparentem. Der größte Gegensatz ist die Erdfarbe Braun das Massive. “Man fährt ins Blaue”.

Blau ist die positive Seite der Phantasie, utopische Ideen, die in der Ferne liegen. In alten Redensarten wurde blau mit der Lüge verbunden: “Das Blaue vom Himmel herunterlügen.”

Soviel zur Psychologie and Theorie der Farben.

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